{"paper_id":"379f517a-3a6b-4370-92d3-1fa4f0a1cbcc","body_text":"GynäkologischeEndokrinologie\nJ.Gynäkol.Endokrinol.CH2025·28:28–33\nhttps://doi.org/10.1007/s41975-025-00384-z\nAngenommen:20.Februar2025\nOnlinepubliziert:3.April2025\n©TheAuthor(s)2025\nErnährungalsSchlüsselzur\nSchmerzlinderungbei\nEndometriose\nMiavanderMerwe·MadeleineBernet\nDepartementGesundheit,FachbereichPﬂege,BernerFachhochschule,Bern,Schweiz\nZusatzmaterialonline\nZusätzlicheInformationensindinder\nOnline-VersiondiesesArtikels( https://\ndoi.org/10.1007/s41975-025-00384-z)\nenthalten.\nQR-Codescannen&Beitragonlinelesen\nZusammenfassung\nEinleitung undZiele:Endometriose beeinträchtigt das Leben von 6 bis 10%der\nFrauenimreproduktiven AlterdurchstarkeSchmerzen. DieseSchmerzen gehen mit\nEntzündungen undoxidativemStresseinher. Daeskeine Heilung gibtundgängige\nTherapien oftunzureichend sind,suchen Betroﬀene nach alternativen Ansätzen. In\ndieserArbeitwurdeuntersucht, obeine Ernährungsumstellung, einschliesslich einer\nDiätänderung undeiner Supplementierung mit Vitaminen undAntioxidanzien, die\nSchmerzenlindernunddieLebensqualitätvonMenschenmitEndometrioseverbessern\nkann.\nMethode: Vier Datenbanken (PubMed, Cochrane Library, Web of Science und\nCINAHL)wurdensystematischdurchsucht. StudienzuErnährungsumstellungen zur\nSchmerzlinderung bei Patient*innen mitEndometriosewurdeneingeschlossen. Die\nPRISMA-RichtlinienwurdenfürdieSyntheseundAnalysederDatengenutzt.\nErgebnisse:Neun Studien zeigten, dass Ernährungsumstellungen signiﬁkante\nSchmerzreduktionen bewirkten. Die Ergebnissedeuten auchdaraufhin, dassdiese\nUmstellungen möglicherweise dieMarker füroxidativen Stressreduzieren unddie\nLebensqualitätverbessern.\nDiskussion: Die Ergebnisse legen nahe, dass eine Ernährungsumstellung zur\nSchmerzlinderung bei Endometriose beitragen kann. Die Heterogenität der\nStudien zeigt, wie wichtig eine gründlichere Forschungist. DieErgebnisse dieser\nLiteraturübersichtunterstreichen dieBedeutungalternativer Behandlungsansätze bei\nEndometriose.\nSchlussfolgerung:Menschen mitEndometriosekönnenvonderdurchErnährungs-\numstellungnachgewiesenen Schmerzlinderung proﬁtieren.UmdieEinbeziehung von\nErnährungsumstellungenindieBehandlun gunddieErstellungvonErnährungsrichtli-\nnienzuetablieren,istweitereForschungerforderlich.\nSchlüsselwörter\nEndometriose·Symptommanagement·Frauengesundheit·Selbstmanagement·Schmerzma-\nnagement·Ernährung\nEinleitung\nWeltweit betriﬀt Endometriose etwa\n6–10%der Frauen im gebärfähigen Alter.\nIn der Schweiz sind ungefähr 200.000\nFrauen betroﬀen. Da die Erkrankung oft\nunerkannt bleibt, dürfte die tatsächliche\nAnzahl noch höher liegen [1, 2]. Diese\nchronische Erkrankung ist gekennzeich-\nnet durch das Wachstum von endome-\ntriumähnlichem Gewebe ausserhalb der\nGebärmutter. Dies löst Entzündungsre-\naktionen und oxidativen Stress aus, was\nwiederum zu erheblichen Schmerzen\nund anderen Symptomen führt [3]. Die\nVielfalt der Symptome (bspw. chronische\nBeckenschmerzen,Dysmenorrhöundgas-\ntrointestinaleBeschwerden)erschwertdie\nDiagnose und führtoftzu einer verzöger-\nten Behandlung [4].\nObwohl gängige Behandlungsmetho-\ndenwieAnalgetika,Hormontherapieoder\nchirurgische Eingriﬀe Linderung verspre-\nchen, erreichen sie nicht immer eine voll-\n28 JournalfürGynäkologischeEndokrinologie/Schweiz1·2025\n\nständige Schmerzbeseitigung und gehen\nhäuﬁg mit unerwünschten Nebenwirkun-\ngen einher [5, 6]. In der Folge suchen\nviele Betroﬀene nach alternativen Ansät-\nzen wie Ernährungsumstellungen, die zu-\nnehmendAufmerksamkeiterhalten,dasie\nentzündungshemmendwirkenundoxida-\ntiven Stress reduzieren können [7].\nNeuere Studien zeigen, dass speziﬁ-\nsche Ernährungsumstellungen, wie die\nLow-FODMAP-Diät, die mediterrane Er-\nnährung und die Endometriosediät, dazu\nbeitragen können, Schmerzen zu lindern\nund die Lebensqualität zu verbessern [8,\n9]. Diese Ansätze beinhalten den Verzicht\nauf entzündungsfördernde Lebensmittel\nwierotesFleisch,ZuckerundGlutensowie\ndieErgänzung mitentzündungshemmen-\ndenNährstoﬀenwieOmega-3-Fettsäuren,\nVitaminen und Antioxidanzien [10, 11].\nObwohldieseErgebnissevielversprechend\nsind, ist weitere Forschung erforderlich,\num die Wirksamkeit und Mechanismen\ndieser Ernährungsinterventionen zu vali-\ndieren.\nDievorliegendeArbeithatzumZiel,die\nRollevonErnährungsumstellungenbeider\nSchmerzlinderung und der Verbesserung\nder Lebensqualität vonMenschen mit En-\ndometriose systematisch zu untersuchen.\nImFokusderUntersuchungstehendiepo-\ntenziellen Wirkmechanismen, wie dieMo-\ndulation von Entzündungsprozessen, oxi-\ndativem Stress und der Schmerzempﬁn-\ndung.\nMethode\nDie Methodik dieser systematischen Lite-\nraturarbeit umfasst eine umfassende Un-\ntersuchungdesEinﬂussesvonErnährungs-\numstellungen auf endometriosebedingte\nSchmerzen.ZudiesemZweckwurdenvier\nDatenbanken (PubMed, Cochrane Libra-\nry, Web of Science und CINAHL) systema-\ntischdurchsucht,wobeirelevanteStudien\nnach PRISMA-Richtlinien identiﬁziert, ge-\nscreent und ausgewertet wurden. In die\nUntersuchungwurdenausschliesslichStu-\ndien integriert, die sich mit Endometrio-\nsepatientinnen befassen, die Auswirkun-\ngen von Ernährungsumstellungen auf die\nSchmerzreduktionuntersuchenundinden\nJahren 2019 bis 2024 veröﬀentlicht wur-\nden.DieSprachenderPublikationenmuss-\nten Deutsch oder Englisch sein. Studien,\ndieeine unzureichende Methodikaufwie-\nsen,dieKomorbiditätenoderTierversuche\nbeinhalteten, wurdenausgeschlossen.Die\nneun eingeschlossenen Studien wurden\neinerqualitativenAnalyseunterzogen.Da-\nbeiwurdenSchmerz-undLebensqualitäts-\nskalen wie die VAS-Skala herangezogen.\nDieErgebnissewurdentabellarischerfasst,\nmiteinander verglichen undinKategorien\ngruppiert, um die Wirksamkeit verschie-\ndener Ernährungsansätze zu bewerten.\nErgebnisse\nSynthesederprimärenErgebnisse\nNeun Studien wurden im vorliegenden\nsystematischenReviewberücksichtigt. Sie\nuntersuchten den Zusammenhang zwi-\nschen Ernährungsumstellungen und en-\ndometriosebedingten Symptomen. Amini\net al. [10], Cirillo et al. [9]u n dZ h e n g\net al. [12] untersuchten in neun Studien\ndie Auswirkungen einer Vitaminsupple-\nmentierung auf oxidativen Stress und\nSchmerzen. Drei weitere Studien unter-\nsuchten die Auswirkungen speziﬁscher\nErnährungsumstellungen auf Schmerzen\nund Lebensqualität (vgl. Armour et al.,\n[13]; Nodler et al., [14]; van Haaps, Wij-\nbers et al., [8]). Die übrigen drei Studien\nfokussierten sich auf Kombinationen ver-\nschiedener Nährstoﬀe. Die genannten\nStudien wurden von Amirsalari et al. [15],\nKrabbenborg et al. [16] und Huijs und\nNap [11] durchgeführt. Die in die syste-\nmatischeÜberprüfungeinbezogenen RCT\nverwendeten alle validierten Schmerz-\nund Lebensqualitätsskalen, darunter die\nVAS, zur Bewertung ihrer Ergebnisse.\nSchmerzlinderung\nBei der vorliegenden Studie wurden\nchronische Beckenschmerzen, Abdomi-\nnalschmerzen,Rückenschmerzen,Dysme-\nnorrhö, Dyspareunie, Dysurie, Dyschezie,\nBlähungen und Müdigkeit untersucht.\nBeckenschmerzen.Die StudievonAmini\net al. [10] ergab, dass Vitamin-C- und Vit-\namin-E-Gaben chronische Beckenschmer-\nzen reduzierten (von 26,66±27,84 auf\n12,43±13,28; p<0,001). Diese Ergebnis-\nsewurdendurchZhengetal.[ 12]bestätigt\n(p=0,02).AuchAmirsalarietal.[ 15]beob-\nachteten eine signiﬁkante Schmerzreduk-\ntion durch Knoblauchsupplementierung\n(7,15±1,58 auf 2,33±1,75; p<0,001).\nFettsäuren und Antioxidanzien sowie die\nmediterrane Diät zeigen positive Eﬀekte.\nVanHaapsetal.[ 8]beobachtetenmitLow-\nFODMAP- und endometriosespeziﬁschen\nDiäten eine ähnliche, jedoch nicht signi-\nﬁkante Linderung der Beckenschmerzen\n(p=0,976).\nAbdominalschmerzen. In der von Ar-\nmour et al. [13] durchgeführten Studie\nkonntenbeiPatient*innen,dieverschiede-\nne Ernährungsumstellungen vorgenom-\nmenhatten, darunter eine Low-FODMAP-,\nglutenfreie und laktosefreie Ernährung,\nErgebnisse festgestellt werden, die Abdo-\nminalschmerzen lindern. Die Ergebnisse\nzeigen, dass die Abdominalschmerzen\ntrotz der Tatsache, dass keine signiﬁkan-\nten Unterschiede zwischen den Diäten\nfestgestellt wurden (p=0,067), gelindert\nwerden konnten.\nRückenschmerzen. Die von Amirsalari\net al. [15] durchgeführte Untersuchung\neiner Knoblauchsupplementierung ergab\neinesigniﬁkanteVerringerungderRücken-\nschmerzen von6,06±1,49auf 1,65±1,49\n(p<0,001). Dies deutet auf die Rolle der\nentzündungshemmenden Eigenschaften\ndes Knoblauchs hin.\nDysmenorrhö. Drei Studien zeigten ei-\nne signiﬁkante Verringerung der Dysme-\nnorrhö durch Antioxidanzien. Amini et al.\n[10]berichtetenvoneinerReduktiondurch\nVitamin-C- und -E-Supplementierung von\n50,53±32,12auf17,56±16,65( p<0,001).\nAmirsalari et al. [15] wiesen nach, dass\nKnoblauch die Dysmenorrhö signiﬁkant\nvon 6,71±1,55 auf 1,90±1,76 reduziert\n(p<0,001).Zhengetal.[ 12]zeigten eben-\nfalls eine Reduktion durch antioxidative\nVitaminsupplementierung (p=0,007).Zu-\ndem wiesen van Haaps, Wijbers et al. [8]\nnach, dass eine Low-FODMAP- und Endo-\nmetriosediät die Dysmenorrhö leicht ver-\nringert (p=0,515).\nDyspareunie.EineSupplementierungmit\nVitaminCundEreduziertedieDyspareunie\nsigniﬁkant von 26,66±28,27 auf 15,43±\n18,47 (p\n<0,001), wie Amini et al. [10]\nberichteten. Auch durch Knoblauchsup-\nplementierung wurdeeine Reduktionvon\nJournalfürGynäkologischeEndokrinologie/Schweiz1·2025 29\n\nGynäkologischeEndokrinologie\n6,13±1,41 auf 1,46±1,32 (p<0,001) be-\nobachtet(Amirsalarietal.[ 15]).Cirilloetal.\n[9]zeigten,dassTeilnehmer*innenmitme-\nditerranerDiätgeringereDyspareunieauf-\nwiesen (p=0,04). Teilnehmer*innen der\nStudie von van Haaps, Wijbers et al. [8]\nberichtetenvoneinersigniﬁkantenReduk-\ntion (p<0,001 bis p=0,012) durch eine\nLow-FODMAP- und endometriosespeziﬁ-\nscheErnährung.Zhengetal.[ 12]bestätig-\nten diese Ergebnisse undwiesen eine sig-\nniﬁkante Reduktion der Dyspareunie (p=\n0,0005) durch antioxidative Vitaminsup-\nplementierung (Vitamine E und C) nach.\nAllerdings zeigte deren Synthese keine si-\ngniﬁkanten Unterschiede zwischen Place-\nbo- und Vitamin-D-/Vitamin-E-Gruppen.\nDysurie, Dyschezie, Blähungen und\nMüdigkeit. V a nH a a p s ,W i j b e r se ta l .\n[8] konnten eine signiﬁkante Verringe-\nrung von Dysurie (p=0,015), Blähungen\n(p<0,001) und Müdigkeit (p=0,002) bei\nLow-FODMAP- und der Endometriosediät\nfeststellen. In dem von Armour et al. [13]\ndurchgeführten SurveygabeinDrittel der\nTeilnehmer*innen an, dass die Anwen-\ndung verschiedener Ernährungsstrategi-\nen zu einer deutlichen Verbesserung der\nSymptome von Blähungen und Flatulenz\ngeführt habe. Darüber hinaus konnten\nCirillo et al. [9] nachweisen, dass die Ein-\nhaltung einer mediterranen Diät zu einer\nsigniﬁkanten Reduktion der Dysurie (p=\n0,04) und Dyschezie (p<0,001) führt.\nSchmerzreduktion allgemein. Die fol-\ngenden Studien untersuchten Schmerzen\nbei Endometriose, ohne sie in speziﬁsche\nBefunde zu unterteilen. Nodler et al. [14]\nzeigten eine Verringerung der Schmerzen\ndurch Vitamin-D3- (VAS 7,0 auf 5,5,p=\n0,02) und Omega-3-Supplementierung\n(VAS 5,9 auf 5,2,p=0,39), jedoch wurde\nauch in der Placebogruppe eine ähnli-\nche Verringerung beobachtet (VAS 6,0\nauf 4,4, p=0,07). Huijs und Nap [ 11]\nwiesen eine allgemeine Schmerzredukti-\non durch Nahrungsergänzungsmittel wie\nPalmitoylethanolamid undTranspolydatin\nnach.\nOxidativerStress\nIn drei Studien wurde der Einﬂuss von\nErnährungsumstellungen auf oxidative\nStressmarker bei Endometriose unter-\nsucht. Amini et al. [10]u n dZ h e n ge ta l .\n[12] analysierten die Supplementierung\nvon Vitamin C und E, Cirillo et al. [9]e i n e\nmediterrane Diät. In allen drei Studien\nwurden oxidative Stressmarker im Blut\nanalysiert. Amini et al. [10] zeigten in\neiner RCT eine signiﬁkante MDA-Reduk-\ntion von 34,51±28,66μM auf 17,74±\n16,66μM(p=0,002)undeine signiﬁkante\nReduktionvonROSvon6,22±0,36μMauf\n3,66±0,59μM (p<0,001) durch die Vita-\nmin-C- und -E-Supplementierung. Zheng\net al. [12] bestätigten die Reduktion von\nMDA und Lipidhydroperoxid durch die-\nse Vitamine. Cirillo et al. [9] stellten in\neiner Studie fest, dass eine mediterrane\nDiät zu verringerten ROS- und Lipidhy-\ndroperoxidwerten führte. Die VAS-Werte\nfür Beckenschmerzen und Dysurie ver-\nbesserten sich bei Patient*innen, die sich\nmediterran ernährten.\nSynthesedersekundärenErgebnisse\nErnährungundLebensqualität\nDreiderStudienhabenzusätzlichdieAus-\nwirkungenaufdieLebensqualitätderTeil-\nnehmer*innen bewertet. In den Studien\nvon Nodler et al. [14] und Krabbenborg\netal.[ 16]konnten keine signiﬁkanten Un-\nterschiede in den Lebensqualitätswerten\n(SF-12undEHP-30)zwischenderDiätinter-\nventions- und der Kontrollgruppe festge-\nstellt werden. Es wurde keine Korrelation\nzwischenErnährungsqualitätundLebens-\nqualität festgestellt. In derStudie von van\nHaaps, Wijbers et al. [8]wurdejedochbe-\nobachtet, dass Teilnehmer*innen, die ei-\nne Low-FODMAP- und endometriosespe-\nziﬁsche Diät einhielten, signiﬁkante Ver-\nbesserungen bei verschiedenen Aspekten\nihrer Lebensqualität erfuhren. Diese Ver-\nbesserungen waren insbesondere in den\nBereichenSchmerzen( p=0,007)undHilf-\nlosigkeit (p=0,002) ersichtlich.\nDiskussion\nResultate\nDie Forschungsfrage, inwieweit Ernäh-\nrungsumstellungen eine Schmerzreduk-\ntion bei Patient*innen mit Endometriose\nbewirkenkönnen,konntedurchdieLitera-\nturrecherche beantwortet werden. Dabei\nhatsichgezeigt,dasseineErnährungsum-\nstellung bestimmte endometriosebeding-\nte Schmerzsymptome verringern kann.\nAuch der zweite Teil der Forschungsfrage,\nwelche speziﬁschen Veränderungen sich\nals besonders wirksam erwiesen haben,\nkann zum Teil beantwortet werden.\nDie inden untersuchten Publikationen\ndargestellten Interventionen lassen sich\nin zwei Kategorien einteilen: die Supple-\nmentierung mit Vitaminen und/oder An-\ntioxidanzien sowie die Diätänderung. Im\nAnschluss erfolgt ein Vergleich dieser In-\nterventionen, wobeieine Bewertung ihrer\nAuswirkungenaufdieeinzelnen Schmerz-\nsymptome und die Lebensqualität vorge-\nnommen wird.\nSupplementierungmitVitaminen\nund/oderAntioxidanzien\nFünf Studien untersuchten die Wirkung\nvonSupplementierungenaufendometrio-\nsebedingte Schmerzen. Amini et al. [10],\nHuijs & Nap [11], Nodler et al. [14]u n d\nZheng et al. [12] analysierten Vitamin-\nund Antioxidanziensupplementierungen,\nwährend Amirsalari et al. [15] Knoblauch\nuntersuchte. Amini et al. [10]u n dZ h e n g\net al. [12] berichteten eine signiﬁkante\nReduktion chronischer Beckenschmerzen\ndurch Vitamin C und E. Huijs & Nap [11]\nzeigtenuneinheitliche ErgebnissefürVita-\nminD,aberOmega-3-Fettsäurenreduzier-\ntendieVAS-Werte.Amirsalarietal.[ 15]be-\nlegtensigniﬁkanteVerbesserungenbeiBe-\nckenschmerzen und Dysmenorrhö durch\nKnoblauch.\nAntioxidanzien bei Dysmenorrhö wur-\ndenindreiStudienuntersucht, wobeialle\nsigniﬁkante Reduktionen fanden. Bei Dys-\npareunieberichtetenzweiStudienVerbes-\nserungen durch Vitamin C, E und Knob-\nlauch,währendZhengetal.[ 12]uneinheit-\nlicheErgebnissemeldete.Nodleretal.[ 14]\nfand signiﬁkante VAS-Reduktionen durch\nVitamin D3, aber Placeboeﬀekte spielten\neine Rolle. Insgesamt stimmen die Ergeb-\nnisse mit der RCT von Santanam et al.\n[17]überein,diedieschmerzlinderndeWir-\nkung von Antioxidanzien und deren Re-\nduktion von Entzündungsmarkern bestä-\ntigte.\nDiätänderung\nVierStudienuntersuchtendieWirkungvon\nDiätänderungenaufdieSchmerzreduktion\nbeiEndometriose.VanHaaps,Wijbersetal.\n30 JournalfürGynäkologischeEndokrinologie/Schweiz1·2025\n\n[8] fanden, dass Low-FODMAP- und En-\ndometriosediäten keine signiﬁkante Ver-\nbesserung chronischer Beckenschmerzen\nbrachten, während Cirillo et al. [9]s i g -\nniﬁkante Eﬀekte einer mediterranen Diät\naufBeckenschmerzenberichteten.Armour\netal.[ 13]zeigten eine Reduktionabdomi-\nnaler Beschwerden durch Low-FODMAP-,\nglutenfreieundlaktosefreieDiäten,jedoch\nohne signiﬁkante Unterschiede. Dysme-\nnorrhö zeigte in keiner Studie signiﬁkan-\nte Unterschiede zur Kontrollgruppe, doch\nCirillo et al. [9] und van Haaps, Wijbers\net al. [8] berichteten signiﬁkante Reduk-\ntionen der Dyspareunie. Zudem reduzier-\nte die mediterrane Diät laut Cirillo et al.\n[9]Dysurie und Dyschezie. Die Ergebnisse\nunterstreichen das Potenzial von Diätän-\nderungenzurLinderung vonEndometrio-\nseschmerzen.\nAuswirkungen auf oxidative\nStressmarker\nBei Patient*innen mit Endometriose sind\noxidative Stressmarker erhöht, die in ent-\nzündlichen Prozessen und der Schmerz-\nentstehungeineRollespielen.DreiStudien\nuntersuchten dieWirkung von Vitaminen,\nAntioxidanzien und Diätänderungen auf\ndiese Marker. Amini et al. [10]u n dZ h e n g\net al. [12] evaluierten Vitamin C und E,\nwährend Cirillo et al. [9] die Eﬀekte einer\nmediterranenErnährunguntersuchte.Alle\nbewertetenoxidativeMarkervorundnach\nder Intervention.\nAmini et al. [10] wiesen eine signiﬁ-\nkanteReduktionderMDA-Wertenach,was\nZhengetal.[ 12]bestätigten.HöhereDosen\nundlängereVitaminzufuhrzeigtenstärke-\nre Eﬀekte. Alle drei Studien dokumentier-\nten signiﬁkante ROS-Reduktionen. Cirillo\net al. [9] fanden nach sechs Monaten ei-\nne Korrelation zwischen reduzierten ROS-\nWertenundmediterranerDiät.Studienvon\nZheng et al. [12] zeigten eine Reduktion\nder Lipidhydroperoxidwerte. Diese Ergeb-\nnisse verdeutlichen, dass Ernährung und\nSupplementierung oxidativeStressmarker\nund Schmerzen bei Endometriose redu-\nzieren können.\nAuswirkungenaufLebensqualität\nD i eS y m p t o m ev o nE n d o m e t r i o s e ,i n s b e -\nsondere Schmerzen, beeinträchtigen die\nLebensqualitäterheblich.DreiStudienun-\ntersuchten zusätzlich die Auswirkungen\nvon Interventionen auf die Lebensquali-\ntät. Nodler et al. [14] und Krabbenborg\net al. [ 16] fanden keine signiﬁkanten\nUnterschiede in Lebensqualitätswerten\nzwischenTeilnehmer*innen mitundohne\nDiät. Krabbenborg [16] vermutete, dass\nPersonen mit bereits höherer Lebens-\nqualität den Nutzen einer Ernährungs-\numstellung für endometriosebedingte\nSymptome weniger wahrnehmen. Van\nHaaps, Wijbers et al. [8] berichteten hin-\ngegen von signiﬁkanten Verbesserungen\nder Lebensqualität durch Low-FODMAP-\nund Endometriosediäten, insbesondere\nbei „sozialer Unterstützung“ und „me-\ndizinischer Profession“. Eine signiﬁkante\nVerbesserung der Lebensqualität konnte\nnur in einer der drei Studien nachgewie-\nsen werden. Es bleibt unklar, warum eine\nSchmerzreduktion durch Ernährung nicht\nstärker zur Verbesserung der Lebensqua-\nlität beiträgt.\nÜbertragbarkeitderResultate\nDie Ergebnisse der Studien sind teilweise\nübertragbar, da die untersuchten Inter-\nventionen oft in der klinischen Praxis\noder zu Hause umsetzbar sind. Mit Aus-\nnahme einer Studie hatten alle einen\nhohen Evidenzgrad. Ernährungsumstel-\nlungen können jedoch mit hohen Kosten\nverbunden sein, die die Zugänglichkeit\neinschränken. Zudem können regionale\nund individuelle Unterschiede Herausfor-\nderungen bei der Umsetzung schaﬀen.\nVitamin- und Antioxidanziensupplemen-\ntierungen sowie Diätänderungen zeigen\npotenziellen Nutzen bei der Linderung\nvonEndometrioseschmerzen.IhreAnwen-\ndung erfordert Anpassungen an lokale\nGegebenheiten.\nReﬂexion der Qualität der\neingeschlossenenPublikationen\nDie analysierten Studien zur Wirkung von\nErnährungsumstellungenaufEndometrio-\nseschmerzenunterscheidensichinMetho-\ndik und Qualität, was ihre Aussagekraft\nbeeinﬂusst.\nAminietal.[ 10]undAmirsalarietal.[ 15]\nnutztenrandomisierte,dreifachverblinde-\nteDesigns,diezuverlässigeErgebnisselie-\nferten, jedoch durch kleine Stichproben\nund kurze Studiendauern limitiert waren.\nArmour et al. [13]a n a l y s i e r t e ne i ng r o s -\nses, vielfältiges Sample, aber das Cross-\nsectional-DesignschränktedieKausalitäts-\nbewertung ein.\nCirillo et al. [9] verwendeten validierte\nInstrumenteundindividuelleErnährungs-\npläne, die Studie war jedoch durch eine\nkleine Stichprobe und fehlende Kontroll-\ngruppe eingeschränkt. Huijs und Nap\n[11] zeigten wissenschaftliche Transpa-\nrenz, aber Heterogenität und Qualität der\neingeschlossenen Studien minderten die\nAussagekraft.Zhengetal.[ 12]überzeugte\ndurch präzise Methoden und umfassen-\nde Literaturrecherche, jedoch schränkten\nVariationen zwischen den Studien die\nZuverlässigkeit ein.\nKrabbenborg et al. [16] nutzten eta-\nblierte Instrumente wie das Endometrio-\nsis Health Proﬁle-30, jedoch begrenzten\ndas Online-Design und mögliche Verzer-\nrungen die Ergebnisse. Nodler et al. [14]\nminimierten Bias in einer randomisierten,\ndoppelt verblindeten Studie, hatten je-\ndoch Placeboeﬀekte und kleine Stichpro-\nben. Van Haaps, Wijbers et al. [8]f ö r d e r -\nten die Adhärenz durch Ernährungsbera-\ntung,aberfehlendeVerblindungundklei-\nne Stichproben reduzierten die Aussage-\nkraft.\nZusammenfassend waren die Studien-\nmethoden solide, aber oft durch kleine\nStichproben,kurzeStudiendauern undBi-\nas limitiert. Weitere Forschung ist nötig,\num langfristige Eﬀekte und Generalisier-\nbarkeit zu klären.\nLimitationundStärkendieserArbeit\nDie Arbeitweist Stärken undLimitationen\nauf,diebeiderUntersuchungderRollevon\nErnährung bei der Schmerzlinderung von\nEndometriosezu berücksichtigen sind. Ei-\nnezentraleLimitationistdiehoheHetero-\ngenitätdereingeschlossenenStudienhin-\nsichtlich Methoden, Interventionen und\nStichprobengrössen,wasdieVergleichbar-\nkeitundGeneralisierbarkeiterschwert.Die\nkurzeStudiendauervielerArbeitenerlaubt\nkeine Bewertung langfristiger Wirkungen\nundNebenwirkungen.AuchfehlendeKon-\ntrollgruppenundmangelndeRandomisie-\nrungführenzupotenziellemBias.Aspekte\nwieZugangzuNahrungsmitteln,sozioöko-\nnomischeUnterschiedeundregionaleVer-\nfügbarkeitwurdenkaumberücksichtigt.Es\nJournalfürGynäkologischeEndokrinologie/Schweiz1·2025 31\n\nGynäkologischeEndokrinologie\nbesteht die Möglichkeit, dass Sprachbar-\nrieren die Einbeziehung weiterer relevan-\nter Studien eingeschränkt haben.\nDennochbietet dieStudiebedeutende\nStärken. Sie liefert einen innovativen Bei-\ntrag zur Endometrioseforschung, indem\nsienichtmedikamentöseBehandlungsme-\nthoden und Ernährungsansätze bewertet.\nNebenderSchmerzlinderungwirddieVer-\nbesserungderLebensqualitätbetont,wo-\ndurch ein ganzheitlicher Behandlungsan-\nsatz gefördert wird. Die Anwendung der\nPRISMA-Richtlinien und transparente Me-\nthodik stärken die Vertrauenswürdigkeit\nder Ergebnisse. Die Erkenntnisse sindpra-\nxisnahundunterstützenGesundheitsfach-\npersonen bei der Umsetzung alternativer\nBehandlungsmöglichkeiten.\nSchlussfolgerung\nIndervorliegendensystematischenLitera-\nturarbeitwurdendieRolleunddieAuswir-\nkungen von Ernährungsumstellungen auf\ndie Linderung von Endometrioseschmer-\nzenuntersucht.DieErgebnissezeigenein-\ndeutig, dass Diätänderungen sowie die\nSupplementierungvonVitaminenundAn-\ntioxidanzien eine deutliche Verbesserung\nder Schmerzsymptome bewirken können.\nEs besteht jedoch Forschungsbedarf, um\ndie Evidenz zu stärken. Dazu zählen ins-\nbesondere Studien mit grösseren und di-\nverseren Populationen, die verschiedene\nethnische und sozioökonomische Hinter-\ngründe berücksichtigen. Darüber hinaus\nistesvonessenzieller Bedeutung, den Fo-\nkus auf Langzeitstudien zu legen, um so-\nwohldielangfristigeAdhärenzalsauchdie\nAuswirkungen von Ernährungsumstellun-\ngen auf die Lebensqualität zu bewerten.\nInterdisziplinäre Ansätze, die Ernährungs-\nwissenschaft, Gynäkologie und Schmerz-\ntherapieverbinden,könntendabeihelfen,\neinumfassenderesVerständniszuschaﬀen\nund die Evidenzlage zu verbessern.\nZusammenfassend lässt sich festhal-\nten, dass Ernährungsumstellungen eine\nSchlüsselrolle bei der Linderung von En-\ndometrioseschmerzen spielen und durch\nweitere Forschung und praktische An-\nwendung ihr volles Potenzial entfalten\nkönnen.\nFazitfür diePraxis\nDie Ernährung spielt bei endometriosebe-\ndingten Schmerzen eine bedeutende Rolle.\nDeshalb sollte die Ernährungsberatung ein\nfester Bestandteil der Behandlung sein. Ge-\nschulte Pﬂegefachpersonen und Ärzt*innen\nkönnen diese Maßnahmen in die Behand-\nlungspläne integrieren und/oder dabei eng\nmit Ernährungsberater*innen zusammenar-\nbeiten, was in vielen Institutionen bereits\npraktiziert wird. Diätänderungen wie Low-\nFODMAP-undmediterraneErnährunghaben\nsichalswirksamerwiesenundkönnenvielen\nPatient*innenhelfen. Die Supplementierung\nvon Vitaminen, insbesondere C und E, kann\noxidativen Stress reduzieren und Schmerzen\nlindern und stellt eine sinnvolle Ergänzung\nzur Behandlung dar. Interdisziplinäre Teams\naus Pﬂegefachpersonen, Ernährungsbera-\nter*innen und Ärzt*innen könnten durch\nden gezielten Einbezug der Ernährung in\ndie Behandlung eine umfassende Betreu-\nung gewährleisten, endometriosebedingten\nSchmerzenlindernundsomitdieLebensqua-\nlitätderbetroﬀenenFrauenverbessern.\nKorrespondenzadresse\nMadeleine Bernet, RN, BScN, MScN\nDepartementGesundheit,FachbereichPﬂege,\nBernerFachhochschule\nBern,Schweiz\nmadeleine.bernet@bfh.ch\nFunding. OpenaccessfundingprovidedbyBern\nUniversityofAppliedSciences\nEinhaltungethischerRichtlinien\nInteressenkonﬂikt. M.vanderMerweundM.Bernet\ngebenan,dasskeinInteressenkonﬂiktbesteht.\nFürdiesenBeitragwurdenvondenAutor/-innen\nkeineStudienanMenschenoderTierendurchgeführt.\nFürdieaufgeführtenStudiengeltendiejeweilsdort\nangegebenenethischenRichtlinien.\nOpenAccess. DieserArtikelwirdunterderCreative\nCommonsNamensnennung4.0InternationalLizenz\nveröﬀentlicht,welchedieNutzung,Vervielfältigung,\nBearbeitung,VerbreitungundWiedergabeinjegli-\nchemMediumundFormaterlaubt,sofernSieden/die\nursprünglichenAutor(en)unddieQuelleordnungsge-\nmäßnennen,einenLinkzurCreativeCommonsLizenz\nbeifügenundangeben,obÄnderungenvorgenom-\nmenwurden.DieindiesemArtikelenthaltenenBilder\nundsonstigesDrittmaterialunterliegenebenfallsder\ngenanntenCreativeCommonsLizenz,sofernsichaus\nderAbbildungslegendenichtsanderesergibt.Sofern\ndasbetreﬀendeMaterialnichtunterdergenannten\nCreativeCommonsLizenzstehtunddiebetreﬀende\nHandlungnichtnachgesetzlichenVorschriftenerlaubt\nist,istfürdieobenaufgeführtenWeiterverwendun-\ngendesMaterialsdieEinwilligungdesjeweiligen\nRechteinhaberseinzuholen.WeitereDetailszurLizenz\nentnehmenSiebittederLizenzinformationauf http://\ncreativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.\nLiteratur\n1. WorldHealthOrganization(2023)Endometriosis.\nhttps://www.who.int/news-room/fact-sheets/\ndetail/endometriosis.Zugegriﬀen:1.März2024\n2. BundesamtfürStatistik(2024)Geschlecht. https://\nwww.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/\nbevoelkerung/stand-entwicklung/geschlecht.\nhtml.Zugegriﬀen:28.März2025\n3. BarnardND,HoltzD,SchmidtN,KolipakaS,HataE,\nSutton M, Znayenko-Miller T, Hazen N, Cobb C,\nKahleováH(2023)Nutritioninthepreventionand\ntreatmentofendometriosis:areview.FrontNutr.\nhttps://doi.org/10.3389/fnut.2023.1089891\n4. InselGruppeAG(2021)EndoNurses–Begleitung\nvonbetroﬀenenFrauen.https://frauenheilkunde.\ninsel.ch/de/unser-angebot/gynaekologie/\nendometriosezentrum/endometriose-nurses-\nbegleitung-von-frauen-mit-endometriose .\nZugegriﬀen:1.März2024\n5. Universitätsspital Zürich (2023) Endometriose.\nhttps://www.usz.ch/krankheit/endometriose/.\nZugegriﬀen:1.März2024\n6. Becker CM, Bokor A, Heikinheimo O, Horne A,\nJansen F, Kiesel L, King K, Kvaskoﬀ M, Nap A,\nPetersen K, Saridogan E, Tomassetti C, Van\nHanegemN,VulliemozN,VermeulenN,AltmäeS,\nAtaB,BallE,BarraFetal(2022)ESHREguideline:\nendometriosis. Human Reproduction Open.\nhttps://doi.org/10.1093/hropen/hoac009\n7. LiuP,MaharjanR,WangY,ZhangY,ZhangY,XuC,\nGengY,MiaoJ(2023)Associationbetweendietary\ninﬂammatory index and risk of endometriosis:\na population-basedanalysis.FrontNutr. https://\ndoi.org/10.3389/fnut.2023.1077915\n8. Van Haaps AP, Wijbers JV, Schreurs AMF, Vlek S,\nTuynmanJ,DeBieB,deVogelAL,vanWelyM,Mija-\ntovicV(2023)Theeﬀectofdietaryinterventionson\npainandqualityoflifeinwomendiagnosedwith\nendometriosis: aprospective studywithcontrol\ngroup. Hum Reproduction 38(12):2433–2446.\nhttps://doi.org/10.1093/humrep/dead214\n9. Cirillo M, Argento FR, Becatti M, Fiorillo C,\nCoccia ME, Fatini C (2023) Mediterranean diet\nand oxidative stress: a relationship with pain\nperceptioninendometriosis.IJMS24(19):14601.\nhttps://doi.org/10.3390/ijms241914601\n10. Amini L, Chekini R, Nateghi MR, Haghani H,\nJamialahmadiT,SathyapalanT,SahebkarA(2021)\nThe eﬀect of combined vitaminCand vitaminE\nsupplementation on oxidative stress markers in\nwomenwithendometriosis:arandomized,triple-\nblind placebo-controlled clinical trial. Pain Res\nManag2021:1–6.https://doi.org/10.1155/2021/\n5529741\n11. Huijs E, Nap A (2020) The eﬀects of nutrients\non symptoms in women with endometriosis:\na systematic review. Reprod Biomed Online\n41(2):317–328.https://doi.org/10.1016/j.rbmo.\n2020.04.014\n12. ZhengS,ChenX,ChenY,WuZ,ChenX,LiX(2023)\nAntioxidant vitamins supplementation reduce\nendometriosis related pelvic pain in humans:\nasystematicreviewandmeta-analysis.ReprodBiol\nEndocrinol.https://doi.org/10.1186/s12958-023-\n01126-1\n13. Armour M, Middleton A, Lim S, Sinclair J,\nVarjabedianD,SmithCA(2021)Dietarypractices\n32 JournalfürGynäkologischeEndokrinologie/Schweiz1·2025\n\nof women withendometriosis: across-sectional\nsurvey.JAlternComplementMed27(9):771–777.\nhttps://doi.org/10.1089/acm.2021.0068\n14. Nodler JL, DiVasta AD, Vitonis AF, Karevicius S,\nMalsch M, Sarda V, Fadayomi A, Harris HR, Miss-\nmer SA (2020) Supplementation with vitaminD\nor ω-3 fatty acids in adolescentgirls andyoung\nwomen with endometriosis (SAGE): a double-\nblind, randomized, placebo-controlled trial. Am\nJ Clin Nutr 112(1):229–236.https://doi.org/10.\n1093/ajcn/nqaa096\n15. Amirsalari S, Moghadam ZB, Taghizadeh Z,\nAbadiMNJ,IraniPS,GoodarziS,RanjbarH(2021)\nTheeﬀectofgarlictabletsontheendometriosis-\nrelatedpains: a randomized placebo-controlled\nclinicaltrial.Evidence-basedComplementAltern\nMed 2021:1–8.https://doi.org/10.1155/2021/\n5547058\n16. Krabbenborg I, de Roos N, van der Grinten P,\nNapA(2021)Dietqualityandperceivedeﬀectsof\ndietarychangesinDutchendometriosispatients:\nan observational study. Reprod Biomed Online\n43(5):952–961.https://doi.org/10.1016/j.rbmo.\n2021.07.011\n17. Santanam N, Kavtaradze N, Murphy A, Do-\nminguez C, Parthasarathy S (2013) Antioxidant\nsupplementationreducesendometriosis-related\npelvicpaininhumans.TranslRes161(3):189–195.\nhttps://doi.org/10.1016/j.trsl.2012.05.001\nWeiterführendeLiteratur\n18. Anekar AA, Hendrix JM, CascellaM (2023)WHO\nanalgesicladder.StatPearls\n19. CapobiancoA,MonnoA,CottoneL,VenneriMA,\nBiziato D, Di Puppo F, Ferrari S, De Palma M,\nManfredi AA,Rovere-QueriniP (2011)Proangio-\ngenic Tie2+ macrophages inﬁltrate human and\nmurine endometriotic lesions and dictate their\ngrowth in a mouse model of the disease. Am\nJ Pathol 179(5):2651–2659.https://doi.org/10.\n1016/j.ajpath.2011.07.029\n20. Carlyle D, Khader T, Lam D, Vadivelu N, Shiw-\nlochan D, YongheeC (2020)Endometriosis pain\nmanagement:areview.CurrPainHeadacheRep.\nhttps://doi.org/10.1007/s11916-020-00884-6\n21. Gruber TM, Mechsner S (2021) Pathogenesis of\nendometriosis: the origin of pain and subfer-\ntility. Cells 10(6):1381.https://doi.org/10.3390/\ncells10061381\n22. HalpernG,SchorE,KopelmanA(2015)Nutritional\naspects related to endometriosis. Rev Assoc\nMedBras61(6):519–523.https://doi.org/10.1590/\n1806-9282.61.06.519\n23. Horne AW, MissmerSA (2022)Pathophysiology,\ndiagnosis, and management of endometriosis.\nBMJ.https://doi.org/10.1136/bmj-2022-070750\n24. JBI (2014) JBI levels of evidence. Joanna Briggs\nInstitute(JBI),Adelaide\n25. MaddernJ,GrundyL,CastroJ,BrierleySM(2020)\nPaininendometriosis.FrontCellNeurosci. https://\ndoi.org/10.3389/fncel.2020.590823\n26. Mier-CabreraJ,Aburto-SotoT,Burrola-MéndezS,\nJiménez-ZamudioL,TolentinoMC,CasanuevaE,\nHernández-GuerreroC(2009)Womenwithendo-\nmetriosis improved their peripheral antioxidant\nmarkersaftertheapplicationofahighantioxidant\ndiet. Reprod Biol Endocrinol.https://doi.org/10.\n1186/1477-7827-7-54\n27. MoherD,LiberatiA,TetzlaﬀJ,AltmanDG,GroupP\n(2009) Preferred reporting items for systematic\nreviewsandmeta-analyses:thePRISMAstatement.\nPLoSMed6(7):e1000097. https://doi.org/10.1371/\njournal.pmed.1000097\nRésumé\nLanutritionentantqueclédusoulagementdesdouleursdues\nàl’endométriose\nIntroduction etobjectifs:L’endométriose aﬀecte lavie de6à10%desfemmesen\nâgedeprocréer enraisondedouleursintenses. Ces douleurssontassociées àune\ninﬂammation et àunstressoxydatif.Commeiln ′existepasdetraitement curatifet\nquelesthérapiesàcejoursontsouventinsuﬃsants,lesfemmesaﬀectées recherchent\ndesapprochesalternatives. Cetravailaexaminésidesmesuresdiététiques, ycompris\nchangements de régime et supplémentation en vitamines et en antioxydants,\npeuventsoulagerlesdouleurset améliorerlaqualitédeviedespersonnesatteintes\nd’endométriose.\nMéthode:Quatrebases dedonnées(PubMed,CochraneLibrary, Web ofScienceet\nCINAHL)ontétésystématiquementconsultées.Lesétudessurlesmesuresdiététiques\npoursoulagerlesdouleursdespatientesatteintes d’endométrioseontétéincluses.Les\nlignesdirectricesdePRISMAontétéutiliséespourlasynthèseetl’analysedesdonnées.\nRésultats:Neufétudesontmontréqueleschangements diététiquesentraînaient des\nréductionssigniﬁcatives desdouleurs.Lesrésultatssuggèrentaussiquecesmesures\npourraientréduirelesmarqueursdestressoxydatifetaméliorerlaqualitédevie.\nDiscussion:Les résultatsindiquent qu’une adaptation durégime alimentaire peut\ncontribuer au soulagement des douleursdues àl\n′endométriose. L’hétérogénéité\ndesétudes montre l’importance derecherches plusapprofondies.Les résultats de\ncetterevuedelalittérature soulignentl’importanced’approchesalternatives dansle\ntraitementdel’endométriose.\nConclusion: Les personnes atteintes d’endométriose peuvent proﬁter d\n′un\nsoulagement de la douleur démontré par un changement d′alimentation. De\nrecherchessupplémentaires sontnécessairespourétablirl’inclusiondechangements\nalimentairesdansletraitementetl\n′élaborationdesdirectivesalimentaires.\nMots clés\nEndométriose·Gestiondessymptômes·Santéféminine·Autogestion·Traitementdesdouleurs·\nNutrition\n28. Morotti M,VincentK,BeckerCM(2017)Mechan-\nismsofpaininendometriosis.EurJObstetGynecol\nReprod Biol209:8–13.https://doi.org/10.1016/j.\nejogrb.2016.07.497\n29. Nap AW, Roos N (2022) Endometriosis and the\neﬀects of dietary interventions: what are we\nlookingfor? Reprod Fertil3(2):C14–C22.https://\ndoi.org/10.1530/raf-21-0110\n30. NationalCancerInstituteNCIdictionaryofcancer\nterms. https://www.cancer.gov/publications/\ndictionaries/cancer-terms/def/nutrition\n31. NationalHealthService(2024)Vitaminsandmi-\nnerals.https://www.nhs.uk/conditions/vitamins-\nand-minerals/\n32. NationalInstitutesofHealthDietarysupplement\nfactsheets.https://ods.od.nih.gov/factsheets/list-\nall/\n33. Polak G, Wertel I, Barczyński B, Kwaśniewski W,\nBednarekW,KotarskiJ(2013)Increasedlevelsof\noxidativestressmarkersintheperitonealﬂuidof\nwomenwithendometriosis.EurJObstetGynecol\nReprod Biol168(2):187–190.https://doi.org/10.\n1016/j.ejogrb.2012.12.043\n34. ReuterS,GuptaSC,ChaturvediMM,AggarwalBB\n(2010)Oxidativestress,inﬂammation,andcancer:\nhow are they linked? Free Radic Biol Med\n49(11):1603–1616.https://doi.org/10.1016/j.\nfreeradbiomed.2010.09.006\n35. Sverrisdóttir UÁ, Hansen S, Rudnicki M (2022)\nImpactofdietonpainperceptioninwomenwith\nendometriosis:a systematicreview.Eur JObstet\nGynecolReprodBiol271:245–249.https://doi.org/\n10.1016/j.ejogrb.2022.02.028\n36. Taylor RN,Hummelshøj L,StrattonP, VercelliniP\n(2012)Painandendometriosis:etiology,impact,\nand therapeutics. Middle East Fertil Soc J\n17(4):221–225.https://doi.org/10.1016/j.mefs.\n2012.09.002\n37. TesfayeA(2021)Revealingthetherapeuticusesof\ngarlic(alliumsativum)and itspotentialfor drug\ndiscovery.SciWorldJ2021:1–7.https://doi.org/10.\n1155/2021/8817288\n38. Tomassetti C, JohnsonNP, PetrozzaJ, AbraoMS,\nEinarsson JI, Horne AW, Lee TTM, Missmer S,\nVermeulen N, Zondervan KT, Grimbizis G, De\nWildeRL(2021)Aninternationalterminologyfor\nendometriosis,2021.HumReprodOpen. https://\ndoi.org/10.1093/hropen/hoab029\n39. Ware M (2023) How can antioxidants beneﬁt\nourhealth?https://www.medicalnewstoday.com/\narticles/301506#_noHeaderPreﬁxedContent\n40. Yimcharoen M, Kittikunnathum S, Suknikorn C,\nNak-On W, Yeethong P, Anthony TG, Bunpo P\n(2019)Eﬀects of ascorbic acid supplementation\non oxidative stress markers in healthy women\nfollowingasingleboutofexercise.JIntSocSports\nNutr.https://doi.org/10.1186/s12970-019-0269-\n8\n41. Zhang D, Yu Y, Duan T, Zhou Q (2022) The role\nofmacrophagesinreproductive-relateddiseases.\nHeliyon 8(11):e11686.https://doi.org/10.1016/j.\nheliyon.2022.e11686\nHinweis des Verlags. DerVerlagbleibtinHinblick\naufgeograﬁscheZuordnungenundGebietsbezeich-\nnungeninveröﬀentlichtenKartenundInstituts-\nadressenneutral.\nJournalfürGynäkologischeEndokrinologie/Schweiz1·2025 33","source_license":"CC0","license_restricted":false}