{"paper_id":"262fcbf6-5812-408e-ae9b-afaf7bbd75b6","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-0044-1790796\nEvaluation des Bedarfes an einer Integration der EndoNurse in die interdisziplinäre Versorgung von Patientinnen mit Endometriose\nAuthors\nZielsetzung: Die Endometriose erfordert, wie andere chronische Erkrankungen auch, eine dauerhafte, spezialisierte, individuell angepasste und multidisziplinäre Betreuung. Viele Bereiche dieser Betreuung betreffen pflegerische Kompetenzen und die Integration der Pflege hat sich bereits bei anderen chronischen Erkrankungen bewiesen. Unklar ist, ob und in welchen Bereichen die Integration einer EndoNurse-Pflegeexpertin für Endometriose-Patientinnen gewünscht ist.\nMaterial und Methoden: Es wurde eine online-Querschnittsstudie mit deutschsprachigen Patientinnen mit diagnostizierter Endometriose durchgeführt. Dabei wurde der Versorgungsstand anhand eines auf Grundlage des Endometriosis-Impact-Questionaire entworfenen Fragebogens evaluiert. Zusätzlich wurden Fragen bezüglich des Optimierungsbedarfs der Betreuung und der Akzeptanz einer EndoNurse-Pflegeexpertin integriert.\nErgebnisse: 844 von 1036 Teilnehmerinnen wurden in die finale Analyse eingeschlossen. Davon empfinden nur 138 (16,4%) ihre bisherige Betreuung als gut oder sehr gut. Weniger als jede fünfte Patientin fühlt sich in den Bereichen Symptomatik (200; 23,7%), Therapie (209; 24,8%), Sexualität und Kinderwunsch (124; 14,7%) sowie Sport und Ernährung (111; 13,1%) gut oder sehr gut aufgeklärt. Als bevorzugte Informationsquelle nennen 474 (56,2%) der Patientinnen das ärztliche Personal. Das nicht-ärztliche, speziell ausgebildete, medizinische Fachpersonal (EndoNurse) folgt mit 159 (18,8%) vor dem Internet (88; 10,4%), Selbsthilfegruppen (41; 4,9%), Apps (37; 4,4%) und anderem. 774 (91,7%) der Patientinnen können sich die Begleitung durch eine EndoNurse bei ihrer Behandlung vorstellen, insbesondere hinsichtlich der Themen Schmerzmanagement (594; 70,4%), Ernährung (570; 67,5%), Sport und Physiotherapie (567; 67,2%), Alltagsbewältigung (558; 65,8%) und Therapieoptionen (547; 64,8%).\nZusammenfassung: Es besteht großer Aufklärungsbedarf in diversen Bereichen seitens der Endometriose-Patientinnen. Die Integration einer EndoNurse-Pflegeexpertin in die Betreuung ist ein für Betroffenen gut vorstellbares Konzept in allen evaluierten Bereichen.\nPublication History\nArticle published online:\n01 October 2024\n© 2024. Thieme. All rights reserved.\nGeorg Thieme Verlag KG\nRüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany","source_license":"CC0","license_restricted":false}