{"paper_id":"1c591750-7c69-4593-b1f7-1a9b23c47bf4","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-0029-1239046\nBiomarker der Endometriose\nFragestellung: Die Endometriose ist eine häufige Erkrankung während der reproduktiven Lebensphase der Frau, die mit chronischen Schmerzen und Subfertilität einhergeht. Ihre Diagnose beruht auf dem laparoskopischen und histologischen Nachweis von Endometrium außerhalb des Uterus. Trotz aller Bemühungen gibt es bisher keine nicht-invasiven Verfahren, die die Diagnose einer Endometeriose mit akzeptabler Sicherheit gestatten. Ziel unserer Arbeit war die Identifizierung von Proteinen im Serum und in der Peritonealflüssigkeit (PF), deren Konzentratioen sich bei Patientinnen mit Endomtriose im Vergleich zu Kontrollen unterscheiden und deren Bestimmung als diagnostischer Marker und als Grundlage für die weitere Aufklärung der Pathophysioloigie der Endometriose in Frage kommen.\nMethode: Serum and PF wurden perioperativ von Frauen im reproduktionsfähigen Alter mit Stadium I-IV Endometriose und von Kontrollen gewonnen. Die Konzentrationen von Zytokinen und Tumormarkern(IL-6, TNF-α, MIF, MCP-1, IFN-γ, Leptin, and CA-125) und des Vitamin E-carrier Proteins Afamin, wurden im Serum und in der Peritonealflüssigkeit mithilfe spezifischer ELISAs gemessen. Surface-enhanced laser desorption and ionization (SELDI) und die 2-dimensionale Electrophorese (2-DE) wurden verwendet um bei Patientinnen und Kontrollen unterschiedlich exprimierte Proteine zu identifizieren. .\nErgebnisse: Die diagnostische Aussagekraft einzelner Marker, analysiert mithilfe von ROC-Kurven, war niedrig. Kombinationen verschiedener Marker wurden mithilfe der classification tree analysis evaluiert. Ein three marker panel bestehend aus CA-125, MCP-1, and Leptin konnte 51% der Endometriosepatientinnen mit 89% Genauigkeit identifizieren. Ein vier- Marker panel bestehend aus CA-125, MCP-1, Leptin und MIF konnte 48% der Patientinnen mit 93% Genauigkeit identifizieren. PF afamin Konzentrationen waren in der Endometriose-Gruppe, abhängig vom Stadium der Endometriose signifikant niedriger als bei Kontrollen (25,87±1,41 ug/ml vs. 31,91±1,88 ug/ml, p=0,012). Afamin-Konzentrationen im Serum waren bei Patietinnen und Kontrollen nicht unterschiedlich.. Mithilfe der SELDI konnten 6 Proteine, MW <6000 Da identifiziert werden, die bei Patientinnen und Kontrollen unterschiedlich exprimiert wurden. Die weiter Chrakterisierung dieser Proteine wird zur Zeit durchgeführt. Mithilfe der 2-DE mehr als 25 überexprimierte Proteine konnten identifiziert werden, darunter das Vitamin D Binding Protein.\nSchlussfolgerung: Unsere Daten zeigen, dass durch Identizierung neuer endomtrioseassoziierter Proteine und die Kombination mehrerer dieser Marker möglicherweise Fortschritte in der nichtinvasiven Diagnostik der Endomtriose zu erzielen sind. Darüber hinaus kann die Identifizierung neuer Marker und deren Charakterisierung zu Fortschritten im Verständnis von Ätiologie und Pathogenese dieser Erkrankung beitragen.","source_license":"CC0","license_restricted":false}