{"paper_id":"1bd60e28-5729-4561-93b4-126c153dae60","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-0044-1791002\nZweifache sequentielle Disc-Exzision eines großen Endometrioseherdes an der Rektumvorderwand\nAuthors\nEine 31-jährige Patientin wurde wegen symptomatischer tief infiltrierender Endometriose (TIE) mit Beteiligung des Darms einer operativen Endometriosesanierung unterzogen. Bei einer ausgeprägten TIE der Rektumvorderwand wurde erfolgreich eine zweifache sequentielle Disc-Exzision durchgeführt, wodurch eine segmentale Rektumresektion vermieden werden konnte.\nDie Patientin stellte sich in unserer Endometriose-Sprechstunde vor und klagte über ausgeprägte Dysmenorrhoe, Dyschezie und einen unerfüllten Kinderwunsch.\nDie klinische und vaginalsonographische Untersuchung gemäß den IDEA-Kriterien ergab folgende Klassifikation: #Enzian (u) T1/1, B2/2, A3, C3, FA. Sonographisch deutete sich eine 2cm große TIE an der Rektumvorderwand an.\nDaraufhin wurde eine laparoskopische Endometrioseresektion durchgeführt, einschließlich der Resektion der TIE an den Sacrouterinligamenten, einer partiellen Kolpektomie sowie einer zweifachen sequentiellen Disc-Exzision.\nEine intraoperative Sonographie des Rektums zeigte eine Ausdehnung der Rektumendometriose von 3cm, etwa 6cm entfernt von der Linea anucutanea. Aufgrund einer unvollständigen Resektion des Rektumherdes bei der ersten Disc-Exzision wurde entschieden eine weitere Exzision unter Einschluss der ersten Klammernahtreihe durchzuführen, was zu einer vollständigen Entfernung der Endometrioseresiduen führte. Eine intraoperative Rektoskopie zeigte keine Stenose und die Dichtigkeitsprobe war unauffällig. Die Patientin konnte 4 Tage nach der Operation mit normaler Darmfunktion entlassen werden.\nDie Entscheidung für eine zweifache sequentielle Disc-Exzision ermöglicht es, auch bei großen rektalen Endometrioseherden eine segmentale Rektumresektion zu vermeiden. Im Vergleich zur segmentalen Resektion bietet die Disc-Exzision einige klare Vorteile, darunter eine kürzere OP-Zeit, eine verkürzte Hospitalisierungsrate, ein geringeres Risiko für postoperative Darmstenosen und ein minimalinvasives Vorgehen mit einem besseren kosmetischen Ergebnis.\nPublication History\nArticle published online:\n01 October 2024\n© 2024. Thieme. All rights reserved.\nGeorg Thieme Verlag KG\nRüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany","source_license":"CC0","license_restricted":false}