{"paper_id":"1b1d8fbe-cb56-4e46-aee0-553586d446f8","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-2006-952281\nZykluskontrolle unter Einnahme von 30µg Ethinylestradiol und 2mg Dienogest im Langzyklus über ein Jahr\nIn einer prospektiven, randomisierten, multizentrischen Studie wurden insgesamt 1315 Frauen im Alter zwischen 18 und 40 Jahren mit 30µg Ethinylestradiol + 2mg Dienogest entweder für 13 konventionelle (21 Tabletten) oder 4 Langzyklen (84 Tabletten) behandelt. Alle Frauen führten einen Blutungskalender, auf dem täglich sowohl die Tabletteneinnahme als auch die auftretenden Blutungen dokumentiert wurden. Das primäre Endziel war die relative Anzahl von Tagen mit Zwischenblutungen.\nEtwa 88% der Frauen waren vor Beginn der Studie mit oralen Kontrazeptiva vorbehandelt, ca. 52% von Ihnen mit dem Prüfpräparat Valette.\nDie Anzahl an Gesamtblutungstagen war durch die Reduktion hormonfreier Intervalle in der Langzyklusgruppe mit 6,4±6,1 Blutungstagen im letzten Referenzzeitraum von 90 Tagen deutlich geringer als unter der konventionellen Therapie mit 15,7±5,5 Blutungstagen.\nDie Anzahl der Tage mit Zwischenblutungen war unter der Langzyklustherapie im Vergleich zur konventionellen Behandlung höher. Auch die relative Anzahl von Tagen mit Zwischenblutungen war in der Langzyklusgruppe im Vergleich zu konventionellen Gruppe höher (5,5±9,2% versus 2,1±4,6%), doch war der Unterschied statistisch nicht signifikant. In beiden Behandlungsgruppen war die Zwischenblutungsrate bei Frauen, die mit oralen Kontrazeptiva vorbehandelt waren, um die Hälfte reduziert.\nUnter beiden Einnahmeschemata kam es bis zum Ende der Studie regelmäßig zu Entzugsblutungen im hormonfreien Intervall, wobei die Rate der Probandinnen mit Entzugsblutungen in der konventionell therapierten Gruppe mit 94,6% (Zyklus 13) etwas höher lag als jene in der Langzyklusgruppe (91,9%, Zyklus 4).\nDurch die Einnahme von monophasischen oralen Kontrazeptiva im Langzyklus kann die Rate an Blutungstagen im Vergleich zur konventionellen Therapie deutlich gesenkt werden, wobei es insbesondere zu Beginn der Behandlung zu einem leichten Anstieg der Zwischenblutungsrate kommt.","source_license":"CC0","license_restricted":false}