{"paper_id":"18038571-df1d-4f2e-94f9-391245b510f7","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-0044-1790162\nEvaluierung der Lebensqualität und Sexualität bei Frauen mit Endometriose vor und nach einer operativen Behandlung\nAuthors\nEinleitung: Bei der Endometriose handelt es sich um eine Erkrankung, die weltweit rund 6-10% der Frauen im gebärfähigen Alter betrifft und neben den körperlichen Beschwerden auch erhebliche Auswirkungen auf die psychische Gesundheit sowie die Sexualität und das Sozialleben der Patientinnen haben kann. Ziel dieser Arbeit war es, die Auswirkungen einer operativen Behandlung der Endometriose auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität sowie die Sexualität der Betroffenen zu evaluieren.\nPatientinnen und Methodik: Im Rahmen der prospektiven, fragebogenbasierten Beobachtungsstudie wurden im Zeitraum von 2022 bis 2023 an der Medizinischen Universitätsklinik Innsbruck alle Patientinnen rekrutiert, welche bei Verdacht auf Endometriose operiert wurden. Vor der Operation sowie durchschnittlich 6 Monate postoperativ wurden die Fragebögen Endometriose Health Profile-30 (EHP-30) sowie der Female Sexuale Function Index (FSFI) verwendet, um die Lebensqualität sowie die Sexualität der Patientinnen zu evaluieren. Die insgesamt 35 Patientinnen mit histologisch gesicherter Endometriose wurden anhand der intraoperativ erhobenen #ENZIAN-Klassifikation in vier verschiedene Gruppen eingeteilt: Gruppe 1. Frauen mit tief infiltrierender Endometriose (TIE); Gruppe 2. Frauen mit TIE und ovarieller Endometriose; Gruppe 3. Frauen mit peritonealer Endometriose und/oder ovarieller Endometriose und Gruppe 4. Frauen mit ausschließlich Adenomyose.\nErgebnisse: Im Vergleich der prä- und postoperativen Fragebögen zeigte sich in Hinblick auf den Median bei der Subskala „Schmerz“ des EHP-30 postoperativ in den Gruppen 1 (p= 0,050), 2 (p=0,018) und 3 (p=0,017) eine signifikante Verbesserung. Bei den Frauen mit TIE und ovarieller Endometriose zeigte sich außerdem eine positive Veränderung in der Domäne „Selbstbestimmung“ (p=0,033) sowie in den FSFI-Teilbereichen „Erregung“ (p=0,049) und „Schmerz“ (p=0,041).Folglich dem festgelegten diagnostischen Cut-Off-Wert von ≤ 26,55 Punkten wiesen präoperativ insgesamt 19 der 35 Patientinnen (54,3%) eine sexuelle Funktionsstörung auf, während es postoperativ noch 17 Frauen (48,6%) waren.\nZusammenfassung: Die Ergebnisse der Studie sprechen dafür, dass eine operative Therapie der Endometriose vor allem bei Patientinnen, bei denen sowohl eine TIE als auch eine ovarielle Endometriose vorliegt, eine positive Veränderung in Hinblick auf die Lebensqualität sowie das sexuelle Wohlbefinden bewirkt.\nPublication History\nArticle published online:\n02 September 2024\n© 2024. Thieme. All rights reserved.\nGeorg Thieme Verlag KG\nRüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany","source_license":"CC0","license_restricted":false}