{"paper_id":"1246e61d-7211-4e0a-a016-7806d6f96ea8","body_text":"Zusammenfassung\nDie knotige Verdickung des isthmischen Tubenendes ist in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle auf entzündlicher Basis entstanden. Tiefenwachstum des Tubenepithels, Schlauchbildung bei gleichzeitiger Muskelhyperplasie sind Folgen einer Entzündung mit oder ohne Absceß-bildung. Die alte Bezeichnung Salpingitis isthmica nodosa besteht hier zu Recht. In seltenen Fällen hat die knotige Verdickung des isthmischen und interstitiellen Tubenanteiles eine andere Genese. Entweder es handelt sich um eine vom Uterus fortgeleitete Adenomyosis, oder heteroplastisch innerhalb des Tubenlumens gelegene Uterusschleimhaut führt zur drüsigen Einsenkung in die Tubenmuskulatur. In solchen Fällen besteht ebenso wie bei der uterinen Adenomyosis interna keine entzündliche Ursache. Daher ist in diesen seltenen Fällen die Bezeichnung Adenomyosis tubae gerechtfertigt. Das schließt nicht aus, daß künftig einmal vielleicht ein Fall von echter Adenomyosis tubae gefunden wird, bei welcher sekundär entzündliche Vorgänge das Bild verwirren. Eine Adenomyosis tubae sichert nicht gegen das spätere Einsetzen einer Entzündung. Für Studien über die Genese der Tubenschwellung sind solche Fälle, wenn sie je beobachtet würden, nicht geeignet.\nSimilar content being viewed by others\nAuthor information\nAuthors and Affiliations\nAdditional information\nMit 4 Textabbildungen.\nRights and permissions\nAbout this article\nCite this article\nFrankl, O. Salpingitis isthmica nodosa und Adenomyosis tubae. Arch. Gynak. 135, 556–567 (1929). https://doi.org/10.1007/BF01702299\nIssue date:\nDOI: https://doi.org/10.1007/BF01702299","source_license":"CC0","license_restricted":false}