{"paper_id":"0fe13ec4-b686-47bc-ab16-5dd122c7860d","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-2006-952247\nMolekulargenetische Parallelen zwischen der embryonalen Entwicklung des weiblichen Genitales und der Endometriose\nPeritoneum und das innere Genitale der Frau stammen beide vom embryonalen Zölomepithel ab. Vor diesem Hintergrund ist eine Hypothese zur Entstehung der Endometriose, dass sich diese durch Metaplasie aus dem Peritoneum entwickelt. In der embryonalen Entwicklung des weiblichen Genitales aus dem Zölomepithel/Müllergang spielt das WNT-signaling die entschiedene Rolle. Die Expression der dafür verantwortlichen Gene (WNT-4, WNT-5A, WNT-7A, PAX8) wird mit Hilfe der Real-time PCR, in situ-Hybridisierung und Immunfluoreszenz im Endometrium, peritonealen Endometrioseläsionen und dem Peritoneum von Endometriosepatientinnen und Kontrollpatientinnen untersucht. Bei Endometriosepatientinnen wird im Gegensatz zu den Kontrollen die Expression von WNT-7A und PAX8 im normalen Peritoneum in etwa der Hälfte der Fälle nachgewiesen. Durch in situ-Hybrisierung bzw. Immunfluoreszenz konnte in diesen Fällen von WNT-7A und PAX8 im histologisch unauffälligem Peritoneum (kein Nachweis einer Endometriose, Endosalpingiose oder anderen Veränderungen) bestätigt werden. Die Expression dieser Gene im normalen Peritoneum ist ein Hinweis darauf, dass die Endometriose aus dem Peritoneum durch Nachahmung der ontogenetischen Entwicklung des Genitaltraktes entsteht.","source_license":"CC0","license_restricted":false}