{"paper_id":"04d70ff8-21cb-4a1b-966f-8cbcc3cf0e05","body_text":"Subscribe to RSS\nDOI: 10.1055/s-0044-1790663\nEndometriosepatientinnen nehmen trotz starker Dysmenorrhoe und Beschwerden häufig keine Pille. Dies sind die Gründe für die Nichteinnahme\nAuthors\nZielsetzung: Ziel dieser Studie ist die Erfassung der Durchführung einer hormonellen Endometriosetherapie (hET) bei Patientinnen mit operativ bestätigter Endometriose (obE).\nMaterialien und Methoden: Durchführung einer retrospektiven Querschnittsstudie von Mai bis November 2023. Patientinnen der Endometriosezentren des UKSH Campus Lübeck und Kiel mit Visiten von Januar 2017 bis März 2023 und verfügbaren Emailadressen wurden zur Studienteilnahme eingeladen. Zusätzliche Rekrutierung erfolgte über die sozialen Medien und Homepage der Endometriose Vereinigung Deutschland e.V.. Die Studie wurde mithilfe eines Fragebogens im Sinne von „patient reported outcomes“ über eine Online-Plattform durchgeführt. Die Störlevel wurden definiert von 1 (nicht störend) bis 5 (sehr stark störend).\nErgebnisse: Bei 535 der eingeschlossenen Patientinnen liegt obE vor; davon nehmen aktuell 267 (45.9%) eine hET ein. Die Patientinnen mit und ohne hET unterscheiden sich im Alter (30.52 (29.64-31.39 95%KI) vs. 32.5 (31.76-33.24 95% KI) p<0.001), aber nicht in der Stärke der Dysmenorrhoe auf der visuellen Analogskala (7.40 (7.05-7.74 95%KI) vs. 7.12 (6.87-7.37 95%KI)) oder subjektiven Störlevel (4.21 (4.08-4.34 95%KI) vs. 4.1 (3.99-4.21 95%KI)). Gründe der Nichteinnahme sind: (Angst vor) Nebenwirkungen (54,2%), Ablehnung künstlicher Hormone (41%), Kinderwunsch (31%), Sorge vor Thrombosen (17,7%), Migräne mit/ohne Aura (9,6%/6,3%), Thrombosen in der Anamnese (2,6%).\nZusammenfassung: Eine hET wird aus den unterschiedlichsten Gründen abgelehnt, obwohl die Symptome als stark störend empfunden werden. Gründe sind auch (Angst vor) Nebenwirkungen, Migräne mit/ohne Aura, sowie Thrombosen, die keine zwingende Kontraindikation für eine z.B. alleinige gestagenhaltige Endometriosetherapie darstellen. Eine hET wäre hier theoretisch möglich. Die frauenärztliche Beratung sollte daher eine Risiko/Nutzen Bewertung der hET beinhalten.\nPublication History\nArticle published online:\n01 October 2024\n© 2024. Thieme. All rights reserved.\nGeorg Thieme Verlag KG\nRüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany","source_license":"CC0","license_restricted":false}