{"paper_id":"03361d3e-d220-4aab-85fd-5669af711f19","body_text":"Zentralblatt für\nArbeitsmedizin, Arbeitsschutz  \nund Ergonomie\nÜbersichten: Arbeitsmedizin\nZblArbeitsmed\nhttps://doi.org/10.1007/s40664-025-00585-0\nEingegangen:7.April2025\nAngenommen:5.Juni2025\n©TheAuthor(s)2025\nEva Schultz1 ·F a b i a nH o l z g r e v e1 · Eileen M. Wanke1 · Gerhard Oremek1 ·\nBettina Schaber2 · Dörthe Brüggmann1 ·R a l fS c h u b e r t3 · Daniela Ohlendorf1\n1 InstitutfürArbeitsmedizin,SozialmedizinundUmweltmedizin,Goethe-UniversitätFrankfurt,Frankfurt\namMain,Deutschland\n2 Frauenarztpraxis,Darmstadt,Deutschland\n3 KlinikfürKinder-undJugendmedizin,Schwerpun ktPneumologie,Allergologie,lnfektiologieund\nGastroenterologie,Goethe-UniversitätFr ankfurt,FrankfurtamMain,Deutschland\nDer Einﬂuss des\nMenstruationszyklus auf den\nArbeitsalltag\nEinleitung\nSpanien führte am 1. Juni 2023 als ers-\ntes Land der Europäischen Union den\n„Menstruationsurlaub“ ein. Dieses Kon-\nzept ermöglicht Frauen mit Menstruati-\nonsbeschwerden und ärztlichem Attest,\nder Arbeit fernzubleiben und drei Ta-\nge bezahlten Extraurlaub pro Monat in\nAnspruch zu nehmen [30]. Die interna-\ntionale Presse bedachte diese Thematik\nmitgroßerAufmerksamkeit[ 12,13],was\nseinegroße Relevanzfür die Arbeitswelt\nund Gesellschaft verdeutlicht.\nDie mit der Menstruation assoziier-\ntenBeschwerdenumfasseneineVielzahl\nphysischer und psychischer Symptome,\ndarunter starke Blutungen, Stimmungs-\nschwankungen, Reizbarkeit, Krämpfe,\nMüdigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder\nDurchfall [29, 31]. Diese belastenden\nUmstände machen die Bezeichnung\n„Menstruationsurlaub“auswissenschaft-\nlicher Perspektive problematisch, da der\nBegriﬀ „Urlaub“ eher Erholung sugge-\nriert und daher der englische Begriﬀ\n„menstrual leave“ die Situation präziser\nund neutraler beschreibt. Vorstellbar\nsind auch Benennungen wie „zyklu-\nsassoziierter Belastungsausgleich“ oder\n„menstruationsbedingtes Fehlen“.\nHinsichtlich internationaler Perspek-\ntiven und Regelungen zeigt sich, dass\nder Umgang mit menstruationszyklus-\nbedingtenArbeitsausfällenglobalunter-\nschiedlichgehandhabtwird[ 27].Länder\nwieJapanhabenbereitsseit1947gesetzli-\ncheRegelungen,wonachFrauenproMo-\nnat einen Tag bezahlten oder unbezahl-\nten Urlaub nehmen können, abhängig\nvonderjeweiligenUnternehmenspolitik\n[25]. Ähnliche Regelungen existieren in\nSüdkorea, Taiwan und Indonesien [35].\nIn der Europäischen Union gibt es\nbisher keine einheitliche Regelung für\neinen „Menstruationsurlaub“ [8]. Wäh-\nrend in Spanien speziﬁsche Regelungen\nzur Berücksichtigung menstruationszy-\nklusbedingterArbeitsausfälle eingeführt\nwurden, orientieren sich Länder wie\nDeutschland,ÖsterreichunddieSchweiz\nan den allgemeinen arbeitsrechtlichen\nBestimmungen zur Lohnfortzahlung\nim Krankheitsfall. In diesen Ländern\nist eine Arbeitsunfähigkeitsbescheini-\ngung durch einen Arzt erforderlich.\nIn Deutschland regelt beispielsweise § 5\ndesEntgeltfortzahlungsgesetzes (EFZG),\ndass Arbeitnehmerspätestens nachdem\ndritten Kalendertag ihrer Arbeitsunfä-\nhigkeit eine ärztliche Arbeitsunfähig-\nkeitsbescheinigungvorlegenmüssen[ 6].\nDer Arbeitgeber hat jedoch das Recht,\ndiese Bescheinigung bereits ab dem ers-\ntenKrankheitstagzuverlangen.Somitist\ndieMeldepﬂichtgrundsätzlichgesetzlich\ngeregelt, kann jedoch durch betriebliche\nVereinbarungen oder individuelle An-\nordnungen des Arbeitgebers angepasst\nwerden [6].\nDie gesellschaftliche Wahrnehmung\nund Relevanz von Menstruationsbe-\nschwerden als Grund für Arbeitsunfä-\nhigkeitwerdendurchempirischeStudien\nbelegt. Eine Telefonumfrage unter 1800\nSpanierinnen im Alter zwischen 15 und\n49 Jahren ergab, dass 72,6% der Be-\nfragten über Menstruationsschmerzen\nberichteten, während 45,9% sogar auf\nMedikamente angewiesen waren. Diese\nBeschwerden beeinträchtigten das tägli-\ncheLebenvon 38,8% derFrauen, wobei\n34,3%angaben,aufgrundderBeschwer-\ndenderArbeitferngebliebenzuseinoder\nsich krankschreiben zu lassen. Da über\ndie Hälfte der Studienteilnehmerinnen\nangaben, negative beruﬂiche Konse-\nquenzen zu befürchten – insbesondere\nFrauen mit höherer Bildung – hatten\nnur 17,3% der Befragten tatsächlich\nje eine Krankschreibung in Anspruch\ngenommen [19].\nDiese Tatsache lässt tiefgreifende\nkulturelle und gesellschaftliche Einstel-\nlungen vermuten, die Frauen daran\nhindern, sich bei menstruellen Symp-\ntomen als „krank“ zu deﬁnieren, was\nwiederum grundlegende Herausforde-\nrungen für die Gleichberechtigung von\nFrauen in der Arbeitswelt oﬀenbart. Die\nDatenerhebung von Leon-Larios et al.\n[19] stammt aus dem Jahr 2022 und\nerfolgte vor der gesetzlichen Implemen-\ntierung des „Menstruationsurlaubs“ in\nSpanien. Mit ihrer Publikation konnten\ndieAutoreneindringlichdieNotwendig-\nkeit gesundheitspolitischer Maßnahmen\nzur Verbesserung der Arbeitsplatzsi-\ntuation von Betroﬀenen unterstreichen,\nwas dann im Jahr 2023 durch die spa-\nnische Regierung mit Implementierung\nZentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie\n\nÜbersichten: Arbeitsmedizin\neines entsprechenden Gesetzes tatsäch-\nlich adressiert wurde. Aktuell fehlen\njedoch Querschnittsstudien, die die\nAuswirkungen des „Menstruationsur-\nlaubs“ für spanische Frauen an ihrem\nArbeitsplatz systematisch untersuchen.\nOb dieses Gesetz nun zur Zunahme\nder Zufriedenheit der Frauen durch\nniedrigschwellige Krankmeldungen, der\nGeschlechtergleichheit, Sensibilisierung\nder Bevölkerung oder aber zu einer\nStigmatisierung der betroﬀenen Frauen\nimBerufsalltag führt, bleibtunklar; eine\nBewertung des „Menstruationsurlaubs“\nfür die Situation von Frauen in ihrer\nArbeitswelt ist daher zurzeit schwierig\nund nicht abschließend möglich.\nMenstruationszyklus:\nSymptome, Beschwerden und\nihre Klassiﬁkation\nDie wissenschaftliche Auseinanderset-\nzung mit demweiblichenZykluserfährt\neine stetig zunehmende Betrachtung,\nwie die kontinuierlich wachsende An-\nzahl derVeröﬀentlichungen zum Thema\n„Menstruationszyklus“ in der MED-\nLINE-Datenbank PubMed belegt (eige-\nne Recherche). Der anhaltende Anstieg\nan Publikationen reﬂektiert dabei so-\nwohl eine zunehmende gesellschaftliche\nRelevanzdesThemasalsaucheinwach-\nsendes Interesse innerhalb speziﬁscher\nForschungsdisziplinen, wie z.B. zyklus-\nbasierter Ansätze zur Optimierung von\nTrainingssteuerung und Leistungsfä-\nhigkeit in der Sportwissenschaft und\nSportmedizin [36].\nGenerell stellen Menstruationsbe-\nschwerdenoder-symptomekeineKrank-\nheit im medizinischen Sinne dar. Al-\nlerdings hat sich der Begriﬀ „Symp-\ntom“ in der Alltagssprache und auch\nin der wissenschaftlichen Kommunika-\ntion durchgesetzt, um zyklusbedingte\nPhänomene zu benennen [29, 31, 34].\nDer Begriﬀ Symptom wird im Duden\nals ein „Anzeichen einer Krankheit; für\neine bestimmte Krankheit charakteristi-\nscheErscheinung“[ 7]deﬁniert.Anhand\ndieser Deﬁnition wird deutlich, dass die\nVerwendungdesBegriﬀsimZusammen-\nhangmitdemMenstruationszyklusnicht\noptimal ist, denn die physiologischen\nVorgänge und Beschwerden während\ndes Zyklus haben in der Regel keine\npathologische Grundlage, sondern re-\nﬂektieren natürliche Körperfunktionen\n[34].\nAus mehreren Querschnitts-, Kohor-\nten- oder Fall-Kontroll-Studien, die in\nsystematischeReviewsEinganggefunden\nhaben,wurdenexemplarischdieamhäu-\nﬁgsten auftretenden menstruellen bzw.\nprämenstruellen Symptome extrahiert\n[18,29,31,34]undin\n. Tab.1zusammen-\ngefasst. Es konnten 27 zyklusabhängige\nSymptome identiﬁziert werden. Zu den\nam häuﬁgsten genannten physischen\nSymptomen zählten hier abdominale\nKrämpfe, Dysmenorrhoe, Blähungen,\nVerstopfung sowie Rückenschmerzen\nundKopfschmerzen.Häuﬁge emotiona-\nle oder aﬀektive Symptome umfassten\nMüdigkeit, Stimmungsschwankungen,\nGereiztheit, gesteigerten Appetit oder\nspeziﬁscheHungergelüste,Schlafstörun-\ngen (wie Insomnie oder Hypersomnie)\nsowie erhöhte Ängstlichkeit [18, 29, 31,\n34].\nIm deutschsprachigen Raum wer-\nden im Rahmen von zyklusbedingten\nBeschwerden häuﬁg die Begriﬀe Dys-\nmenorrhoe (synonym: Regelschmerzen)\nund prämenstruelle Beschwerdengenannt\n[4, 5]. Während die Dysmenorrhoe zy-\nklusbezogene Schmerzenbeschreibt,die\nim Unterbrauch im zeitlichen Zusam-\nmenhang mit der Regelblutung auftre-\nten und in Rücken und Oberschenkel\nausstrahlen können (im ICD 10 unter\nN94.4 oder N94.5 aufgeführt [4, 5]),\nbezieht sich der Begriﬀ prämenstruel-\nle Beschwerden auf Symptome, die vor\nBeginn der Menstruation auftreten, wie\nsieetwabeimprämenstruellenSyndrom\n(PMS) beobachtet werden. Letzteres\nfasst im weiteren Sinne unterschiedli-\ncheemotionale,verhaltensbezogeneund\nk ö r p e r l i c h eS y m p t o m ez u s a m m e n ,d i e\nTage oder ein bis zwei Wochen vor der\nMenstruationauftretenundwährendder\nMenstruation wieder abklingen. Hierbei\nhandelt es sich um die Folge einer kom-\nplexen Interaktion zwischen zyklischen\nVeränderungen ovarieller Hormone in\nderLutealphaseunddemzentralenNeu-\nrotransmitterhaushalt [10]. Einige Au-\ntoren*innen betrachten Dysmenorrhoe\nnichtlediglichalsSymptom,sondernals\neigenständige Störung des Menstruati-\nonszyklus [34].\nDieprämenstruelledysphorischeStö-\nr u n g( P M D D )w u r d es o g a ri nd i ev i e r t e\nAuﬂage des Diagnostic and Statistical\nManual of Mental Disorders (DSM; [9])\naufgenommen und somit der Tatsa-\nche Rechnung getragen, dass 2–8% der\nFrauenprämenstruellextrembelastende\nemotionale und Verhaltenssymptome\nhaben [24]. PMDD grenzt sich vom\nPMS durch stärkere körperliche Sym-\nptome, Kopfschmerzen und stärkeren\nStimmungsschwankungen ab [33]. In\nder bestehenden Literatur wird zwi-\nschen physischen und emotional-en/\naﬀektiven Symptomen diﬀerenziert [3,\n29]. Diese Unterscheidung wird auch in\nvorliegender Übersichtsarbeit genutzt,\num eine diﬀerenzierte Darstellung der\nSymptome zu erhalten.\nBeidenStudienteilnehmerinnenhan-\ndelte es sich entweder um erwerbstäti-\nge und/oder um sportlich aktive Frauen\naus Deutschland, den Vereinigten Staa-\ntenvonAmerikaunddenNiederlanden.\nTeilweisewurdenFrauenausgeschlossen,\nderen Beschwerden auf Erkrankungen,\nwie z.B. Endometriose oder polyzysti-\nschesOvarsyndrom,zurückgeführt wer-\ndenkonnten.FrauenmitEinnahmehor-\nmoneller Kontrazeptiva wurden hinge-\ngen in einigen Studien eingeschlossen.\nEinﬂussfaktoren/Risikofaktoren\nfür das Auftreten von prämen-\nstruellen Beschwerden (PMS)\nund primärer Dysmenorrhoe\n(PD)\nZumaktuellenZeitpunkt werdendemo-\ngraﬁsche, reproduktive, psychologische\nsowie Lebensstilfaktoren als Einﬂuss-\ngrößen für prämenstruelle Beschwerden\n(PMS)undprimäreDysmenorrhoe(PD)\ndiskutiert[17, 22].Jüngere Frauenunter\n30 Jahren weisen eine höhere Präva-\nlenz von Dysmenorrhoe auf [17, 22].\nGleichzeitig wurde ein negativer Zu-\nsammenhang zwischen Parität und der\nPrävalenzvonDysmenorrhoefestgestellt\n[17].\nStudien legen einen Zusammenhang\nzwischen Zyklusmerkmalen und der\nPrävalenz von PD nahe. So korrelie-\nren längere Menstruationszyklen und\nZentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie\n\neine höhere Anzahl von Menstruati-\nonstagen mit der Prävalenz von PD\n[17, 22]. Unregelmäßige Menstruati-\nonszyklen scheinen ebenfalls mit PD\nassoziiert [22], wenngleich die Evidenz\nhierzu widersprüchlich ist [17, 22].\nAuch Lebensstilfaktoren spielen ei-\nne Rolle. Frauen mit einem BMI unter\n18,5kg/m\n2 weiseneinehöherePrävalenz\nvon Dysmenorrhoe auf, was auf eine\nunzureichendeEnergieverfügbarkeit zu-\nrückzuführen sein könnte. Diese kann\nzu einer Störung des Hypothalamus-\nHypophysen-Systems und der nachge-\nschaltetenSekretionvonluteinisierenden\n(LH) und follikelstimulierenden (FSH)\nHormonen verursachen, was neben\nDysmenorrhoe auchzuunregelmäßigen\nZyklen oder Amenorrhoe [22]f ü h r e n\nkann.\nEine kurze Schlafdauer (<7h) und\neinespäteSchlafenszeit(nach23:01Uhr)\nstehen mit PD in Verbindung [22]. Dies\nkönnte durch eine reduzierte Melato-\nninsekretion erklärt werden, welche die\nFunktion der Hypophysen-Gonaden-\nAchse beeinﬂusst. Gleichzeitig könnte\nPD selbst die Schlafqualität beeinträch-\ntigen, was die Interpretation dieses Zu-\nsammenhangs erschwert [22]. Rauchen\nwurde miteiner erhöhten Prävalenzvon\nPMS und PD in Verbindung gebracht,\nwenngleich die Ergebnisse hierzu diver-\ngent sind [17].\nStress wird als weiterer signiﬁkanter\nEinﬂussfaktor identiﬁziert. Mechanis-\ntisch könnte Stress das Corticotropin-\nReleasing-Hormon-System aktivieren,\nwas die Sekretion von FSH und LH\nhemmt und die Follikelentwicklung\nbeeinträchtigt. Dies führt zu einer Ver-\nänderung der Progesteronsynthese und\n-freisetzung, die wiederum die Pros-\ntaglandinsynthese beeinﬂussen kann.\nZusätzlich könnten Stresshormone, wie\nAdrenalin und Cortisol, die Prostaglan-\ndinproduktion erhöhen und/oder die\nProstaglandinbindung im Myometrium\ndirekt beeinﬂussen [17, 22].\nAls Erklärung für das familiäre Auf-\ntreten von Dysmenorrhoe wird eine\ngenetische Komponente diskutiert. Stu-\ndien an Zwillingen zeigten, dass 40–\n50% der menstruationsbedingten Pro-\nbleme genetisch bedingt sein könnten\n[22].ZumanderenkönntenähnlicheLe-\nZusammenfassung · Abstract\nZblArbeitsmed https://doi.org/10.1007/s40664-025-00585-0\n©TheAuthor(s)2025\nE. Schultz · F. Holzgreve · E. M. Wanke · G. Oremek · B. Schaber · D. Brüggmann · R. Schubert ·\nD. Ohlendorf\nDer Einﬂuss des Menstruationszyklus auf den Arbeitsalltag\nZusammenfassung\nSpanienführteam1.Juni2023alserstes\nEU-Landden„Menstruationsurlaub“ein,der\nFrauenmitstarkenMenstruationsbeschwer-\ndenbiszudreibezahltenKrankheitstagen\nproMonatermöglicht.Diesesaufärztlicher\nBescheinigungbasierendeModell hebt\nsichvondenbisherigenarbeitsrechtlichen\nRegelungeninanderenEU-Ländernwie\nDeutschlandab.HiergeltenallgemeineVor-\ngabenzurLohnfortzahlungimKrankheitsfall.\nAuswissenschaftlichenUntersuchungen\nwirddeutlich,dassmenstruationsbedingte\nBeschwerden,wieKrämpfe,Müdigkeitoder\nemotionaleSchwankungen,erhebliche\nAuswirkungenauf die Arbeitsfähigkeit\nhabenkönnen.In diesemBeitragwerden\nder aktuelle Wissensstandbzgl. der\n(menstruellen)SymptomedesZyklus,deren\nAuswirkungaufdenArbeitsalltagsowie\nderenEinﬂussfaktoren/Risikofaktorenfürdas\nAuftretenvonprämenstruellenBeschwerden\n(PMS) undprimärerDysmenorrhoe(PD)\nerläutert.DieaktuelleEvidenzbelegteine\nBenachteiligungvonFrauenamArbeitsplatz\ndurch menstruationsbedingteSymptome,\ndiesichinphysischenEinschränkungen,\ndem Stigmaund der Tabuisierungdes\nThemas sowiefehlender Flexibilitätin\nArbeitsstrukturenäußern.Diesunterstreicht\ndieNotwendigkeit,Arbeitsumgebungen\nﬂexiblerzugestalten,dieEnttabuisierung\ndesThemasvoranzutreibenundkonkrete\nMaßnahmenzurUnterstützungbetroﬀener\nFrauenzuetablieren,umeinegleichberech-\ntigteTeilhabeunddieLebensqualitätam\nArbeitsplatzzufördern. DasVerständnis\ndieserZusammenhängekanndazubeitragen,\narbeitsbezogeneProblemezuminimieren\nunddieLebensqualitätvonFrauenwährend\nderArbeitszeitzuerhöhen.\nSchlüsselwörter\nHormoneller Zyklus · Menstruations-\nurlaub · Geschlechtergerechtigkeit·\nMenstruationsbeschwerden·Betriebliches\nGesundheitsmanagement·Arbeitsplatz\nThe inﬂuence of the menstrual cycle on daily work routine\nAbstract\nOn1June2023SpainbecametheﬁrstEU\ncountry tointroduce“menstrualleave”,\nwhichallowswomenwithseveremenstrual\ncrampsupto3paidsickdayspermonth.\nThismodel,whichisbasedonamedical\ncertiﬁcate,diﬀersfrom thepreviouslabor\nlawregulationsinotherEUcountriessuchas\nGermany.Here,generalprovisionsapplyto\ncontinuedpaymentofwagesintheevent\nofillness.Scientiﬁcstudieshaveshownthat\nmenstruation-relatedcomplaints,suchas\ncramps,fatigueoremotionalﬂuctuations,\ncanhaveasigniﬁcantimpactontheabilityto\nwork.Thisarticleexplainsthecurrentstateof\nknowledgeregardingthesymptomsofthe\nmenstrualcycle,theirimpactoneveryday\nworkinglifeandtheirinﬂuencingfactors/risk\nfactorsfor theoccurrenceofpremenstrual\nsymptoms(PMS)andprimarydysmenorrhea\n(PD).Thecurrentevidenceshowsthatwomen\naredisadvantagedintheworkplacedueto\nmenstrualcycle-relatedsymptoms,whichare\nmanifestedasphysicallimitations,stigmaand\ntabooingofthetopicandalackofﬂexibility\ninworkstructures.Thisunderlinestheneed\ntomakeworkenvironmentsmoreﬂexible,\ntopromotetheremovalof taboosand to\nestablishconcretemeasurestosupport\naﬀectedwomeninordertopromoteequal\nparticipationandqualityof lifeatwork.\nUnderstandingtheserelationshipscanhelpto\nminimizework-relatedproblemsandimprove\nwomen’squalityoflifeduringworkinghours.\nKeywords\nHormonalcycle·Menstrualleave·Gender\nequality·Menstrualcomplaints·Occupational\nhealthmanagement·Workplace\nbensstile odererlernte Verhaltensweisen\ninnerhalb der Familie die Ursache sein,\nda etwa 56% der Informationen zur\nSchmerzbewältigung von Müttern an\nihre Töchter weitergegeben werden [17,\n22]. Auch wenn Mitsuhashi et al. [22]\nkeinen signiﬁkanten Zusammenhang\nzwischen der Prävalenz von PD und\nphysischer Aktivität, Alkohol- und Kof-\nfeinkonsum sowie morgentliches Fasten\nﬁnden konnten, sind dies weitere Fak-\ntoren, die häuﬁg diskutiert werden. Zur\nZentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie\n\nÜbersichten: Arbeitsmedizin\nTab. 1 Häuﬁgauftretendemenstruellebzw.prämenstruelleSymptome\nQuelle Menstrual cycle-associated\nsymptoms and workplace\nproductivity in US employees:\nA cross-sectional survey of\nusers of the Flo mobile phone\napp [29]\nThe impact of mens-\ntrual symptoms on\neveryday life: a sur-\nvey among 42,879\nwomen [31]\nThe Prevalence of Menstrual\nCycle Disorders and Menstru-\nal Cycle-Related Symptoms\nin Female Athletes: A Sys-\ntematic Literature Review\n[34]\nThe prevalence of menstrual\ncycle symptoms and their as-\nsociation with mental health\nand sleep in German exercising\nwomen and athletes [18]\nStudienparameter Symptome in % Symptome in % Mean Prävalenz (von–bis)\nSymptome in % + weitere\nSymptome\nSymptome in %\nEingeschlosseneZiel-\ngruppen\nUS-amerikanischeFrauenim\narbeitsfähigenAlter(>18Jahre)\nNiederländische\nFrauenimAlter15–\n45Jahre\nAthletinnenmitunterschied-\nlichenWettkampfniveausaus\nunterschiedlichenSportarten\nDeutschesportlichaktiveFrauen\nAnzahluntersuch-\nterFrauen(Nutzung\nhormonellerKontra-\nzeption)\n1801(nichtangegeben) 42.879(16.395;\n47,7%)\n6380(0) 332(176;53,01%)\nPhysischeSymptome\nKrämpfe/Abdominale\nSchmerzen\n91 85 59(47,5–7) 75\nBlähungen 81 – 18(2,0–45,1)Verstopfung,\nSchwellung\n80\nRückenschmerz 79 59 16(15,0–17,1) 80\nKopfschmerz 79 54 10 75\nEmpﬁndlicheBrüste 74 42 11(0,9–31,4) 75\nAkne 68 – 1 –\nÜbelkeit/Erbrechen 65 15 4(4,0–4,6) 30\nDurchfall 62 – – 60\nSchwindel – – – 50\nTemperaturﬂuktuatio-\nnen\n– – – 50\nGelenkschmerzen/\nMuskelkrämpfe\n– – – 50\nÖdemExtremitäten/\nWassereinlagerung\n– – 33(1,8–78,4) 45\nVerstopfung – – 18(2,0–45,1)\nBlähungen,Schwellung\n30\nVeränderungen/\nSchwierigkeitenzu\natmen\n– – – 20\n– – – – –\nDysmenorrhoe(bei\nErwachsenen)\n– – 30(7,8–85) –\n– – – – –\nEmotional/affektiveSymptome\nMüdigkeit 85 71 40(4,1–72,7) 90\nGereizt/genervt 73 – 49(0,5–71,6) –\nStimmungsschwan-\nkungen\n73 – 25(4,0–61,4) 90\nHungergelüste 71 – 40(0,9–70,4) 90\nRuhig 69 – – –\nÄngstlich 63 – 46(0,5–75,0) –\nTraurig 59 – – –\nSchlaﬂosigkeitoder\nHypersomnie\n– – 53,3(46,3–60,3) 60\nZentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie\n\nTab. 1 (Fortsetzung)\nQuelle Menstrual cycle-associated\nsymptoms and workplace\nproductivity in US employees:\nA cross-sectional survey of\nusers of the Flo mobile phone\napp [29]\nThe impact of mens-\ntrual symptoms on\neveryday life: a sur-\nvey among 42,879\nwomen [31]\nThe Prevalence of Menstrual\nCycle Disorders and Menstru-\nal Cycle-Related Symptoms\nin Female Athletes: A Sys-\ntematic Literature Review\n[34]\nThe prevalence of menstrual\ncycle symptoms and their as-\nsociation with mental health\nand sleep in German exercising\nwomen and athletes [18]\nStudienparameter Symptome in % Symptome in % Mean Prävalenz (von–bis)\nSymptome in % + weitere\nSymptome\nSymptome in %\nReduziertesInteresse\n(Arbeit,zuHause,\nsozial)\n– – 40(29,9–50,0) –\nAbstimmungs-oder\nKonzentrationsproble-\nme\n– – 39(2,3–60,1) 60\nÜberwältigt – – 34(25,9–42,0) –\nLinderung von Beschwerden werden\nneben medikamentösen Möglichkeiten\nauch alternative Aspekte im Rahmen\nvon Selbstmanagement-Strategien dis-\nkutiert, wie z.B. Cannabis [2]o d e re i n e\nErnährungsumstellung bzw. Nahrungs-\nergänzungsmittel [1, 14, 16, 21, 23].\nObwohl inderklinischenPraxishäu-\nﬁg zu beobachten ist, dass sich die prä-\nmenstruelle BeschwerdennachSchwan-\ngerschaften nachhaltig verändern kön-\nnen, fehlt es bis dato an systematischen\nwissenschaftlichen Untersuchungen, die\ndiese Zusammenhänge umfassend ana-\nlysieren und empirisch belegen. Außer-\ndemkonntebeobachtetwerden,dassdie\nSymptomedesPMSjenachAltervariie-\nren; beispielsweise waren bei brasiliani-\nschenFrauenimreproduktivenAlterdie\nemotional aﬀektiven Symptome stärker\nausgeprägt [26].\nInsgesamt weist die aktuelle Studien-\nlageLimitationenauf.Sosindthematisch\nrelevante Studien oft heterogen und er-\nschweren die Zusammenstellung von\numfänglichen systematischen Reviews\n[17, 22]. Außerdem werden in einigen\nUntersuchungen Frauen mit Verwen-\ndung von hormoneller Kontrazeption\neingeschlossen, obwohl dies erhebli-\nche Auswirkungen auf die Symptome\nhaben kann. Darüber hinaus werden\nethnische Unterschiede teilweise un-\nzureichend berücksichtigt. Viele der\nzugrundeliegenden Daten basieren auf\nSelbstberichtenohne ärztliche Überprü-\nfung der Symptome, was die Validität\nder Ergebnisse ebenfalls limitiert [22].\nZusammenfassend sind nach jetzigem\nStand der Studien die Einﬂussfaktoren\nauf das Auftreten von Menstruationsbe-\ns c h w e r d e nm u l t i f a k t o r i e l l .N e b e nd e m\nAlter, reproduktiven Merkmalen und\nLebensstilvariablen spielen auch ge-\nnetische und psychologische Einﬂüsse\neine wesentliche Rolle. Ethnische sowie\nmethodische Unterschiede sollten in\nzukünftigen Analysen stärker berück-\nsichtigt werden.\nEinﬂuss menstrueller\nSymptome auf die Arbeitswelt\nSymptome vor oder während der Mens-\ntruation können die Arbeitsfähigkeit\nvon Frauen beeinﬂussen. In Abhängig-\nkeit von derjeweiligen Studiegaben 16–\n91% der befragten Arbeitnehmerinnen\nan, unter starken bis moderarten Be-\nschwerden zu leiden [15, 17, 19, 29, 31].\nAuchindiesenUntersuchungenwurden\nStudieneingeschlossen,indenenFrauen\nhormonelle Kontrazeption verwenden,\nwasAuswirkungenaufdieSymptomeha-\nbenkann.AufgrunddieserBeschwerden\nmussten sogar 2–45% der Arbeitneh-\nmerinnen der Arbeit fernbleiben [15,\n17, 19, 29]. Bei US-amerikanischen An-\ngestellten führten diese Symptome im\nDurchschnittzu5,8Fehltagen innerhalb\nder letzten 12 Monate [29]. Nicht nur\ndie Anzahl der Fehltage, sondern auch\ndie Arbeitsproduktivität dieser Frauen\nwird im moderaten bis starken Aus-\nmaß beeinträchtigt, insbesondere durch\nSymptome, die Konzentration, Energie-\nlevel, Leistungsfähigkeit, Interesse an\nderArbeitsowieStimmungbeeinﬂussen\n[29]. Ähnliche Ergebnisse zeigten sich\nb e iF r a u e ni nE n g l a n d[15]. In diesen\nbeiden Studien wurde auch die fehlen-\nde diesbezügliche Kommunikation mit\nVorgesetzten thematisiert [15, 29]. Die\nGründe hierfür lagen in der Wahrneh-\nmung der Symptome als unzureichende\nRechtfertigung für krankheitsbedingte\nFehlzeiten sowie in der Sensibilität des\nThemas,dashäuﬁgalsprivatoderunan-\ngenehm angesehen wurde [15]. Frauen\nsprachen das Thema seltener an, wenn\nder Vorgesetzte ein Mann war [ 15].\nFerner gaben 94,6% der betroﬀenen\nArbeitnehmerinnen an, keine speziellen\nMaßnahmen zur Unterstützung zu er-\nhalten [29]. Die 5,4% der Frauen, die\nUnterstützung bekamen, erhielten diese\ndurch Wellness-Programme, Beratung,\nMitgliedschaft im Fitnessstudio, Kran-\nkenversicherung oder bezahlten Urlaub.\nDer „Menstruationsurlaub“ kann ei-\nnerseits als bedeutender Aspekt der\nGesundheitsfürsorge von Frauen ver-\nstanden werden, andererseits besteht\nauch die Gefahr einer Stigmatisierung\nund Diskriminierung am Arbeitsplatz.\nLevitt und Barnack-Tavlaris [20]a n a -\nlysieren in ihrer Arbeit die politische\nMaßnahmedes„Menstruationsurlaubs“.\nSie betonen, dass bisher nur wenige\nStudien die Auswirkungen solcher Re-\ngelungen sowohl auf die Betroﬀenen\nals auch auf die Arbeitsumgebungen,\ndie diese Option anbieten, untersucht\nhaben.DieAutorenargumentieren, dass\n„Menstruationsurlaub“ auch potenziell\nnegative Konsequenzen für Menstruie-\nrendenachsichziehenkönnte,insbeson-\nZentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie\n\nÜbersichten: Arbeitsmedizin\ndere,wennzugrundeliegendesexistische\nEinstellungenundgeschlechtsspeziﬁsche\nDiskriminierungen nicht systematisch\nadressiert werden.\nFazit: Chancen und He-\nrausforderungen für die\narbeitsmedizinische Praxis\nIm internationalen Kontext wird der\n„Menstruationsurlaub“ kontrovers dis-\nkutiert. Diese Tatsache betont die Not-\nwendigkeit, Menstruationsbeschwerden\nbei der Analyse von Arbeitsunfähig-\nkeit ernsthaft zu berücksichtigen. Un-\nabhängig dieser Debatten sollten Ar-\nbeitsmediziner:innen wichtige medizi-\nnischeAspektedesMenstruationszyklus\nkennen und berücksichtigen. Gynäko-\nlog*innen sollten darüber hinaus als\nerste Ansprechpartner bei Einschrän-\nkungen durch den Menstruationszyklus\nfungieren, umorganischeUrsachenaus-\nzuschließen, eﬀektive Therapien anzu-\nbieten oder interdisziplinäre Verfahren\n(bspw. Konsultierung eines Psychiaters\nbei PMDD) anzubahnen.\nDieEinführungspeziﬁscherRegelun-\ngen könnte dazu beitragen, die gesund-\nheitlichen Bedürfnisse menstruierender\nArbeitnehmerinnen besser zu adressie-\nrenundgezielteMaßnahmenzurU n ter-\nstützung betroﬀener Mitarbeiterinnen\nzu entwickeln. Dies wäre beispielswei-\nse durch ﬂexible Arbeitszeitmodelle,\nHomeoﬃce-Optionen, Schulungen zu\nzyklusgerechter Arbeitsgestaltung, die\nFörderung gesundheitsfördernder Ak-\ntivitäten am Arbeitsplatz, das Erlernen\nvon Copingstrategien für Arbeitnehme-\nrinnen oder Sport bzw. Bewegung zur\nSchmerzbewältigung möglich [11, 28].\nDiese Aspektekönnten auchunter einer\ngeschlechtersensiblen Terminologie für\nMänner angeboten werden, um poten-\nzieller geschlechtsspeziﬁscher Diskrimi-\nnierung vorzubeugen. Es muss jedoch\nberücksichtigt werden, dass die aktuelle\nForschung zu menstruationsbedingten\nSymptomen meist auf retrospektiven\nBefragungen mittels Fragebögen basiert\n[18, 29, 31, 34]. Zudem werden Frauen\nmit hormoneller Kontrazeption einge-\nschlossen oder der Anteil wird nicht\nerhoben [16, 18, 19, 22, 29, 31]. Weite-\nre prospektive Untersuchungen sollten\neﬀektive Strategien zur Symptomreduk-\ntion untersuchen, um Fehlzeiten zu\nminimieren und die Produktivität sowie\nZufriedenheit von Arbeitnehmerinnen\nzu steigern. Auch die Bedeutung und\nder Einﬂuss von sportlicher Aktivität\nauf den Menstruationszyklus (insbeson-\ndere des zyklusbasierten Trainings) und\nderen neurophysiologische Auswirkun-\ngen sollten zukünftig Berücksichtigung\nﬁnden [32]. Schließlich ist eine Entta-\nbuisierung des weiblichen Zyklus und\ndes Menstruierens unerlässlich, um das\nWohlbeﬁndenundphysischeEinschrän-\nkungen von Arbeitnehmerinnen nach-\nhaltig zufördern, aberauchdemStigma\nund der Tabuisierung desThemassowie\nfehlender Flexibilität in Arbeitsstruk-\nturen entgegenzuwirken. Ein besseres\nVerständnis dieser Zusammenhänge\nkann dazu beitragen, arbeitsbezogene\nEinschränkungen zu minimieren und\ndie Lebensqualität zu erhöhen.\nWichtigistinjedemFalleineEntstig-\nmatisierung und ein Enttabuisieren der\ngesamten Thematik durch Gespräche,\nDiskussionen und ins Fokussetzen der\nThematik in allen Bereichen.\nKorrespondenzadresse\nProf. Dr. Dr. Daniela Ohlendorf\nInstitutfürArbeitsmedi zin,Sozialmedizinund\nUmweltmedizin,Goethe-UniversitätFrankfurt\nTheodor-Stern-Kai7,60596FrankfurtamMain,\nDeutschland\nohlendorf@med.uni-frankfurt.de\nFunding. OpenAccessfundingenabledandorgani-\nzedbyProjektDEAL.\nEinhaltung ethischer Richtlinien\nInteressenkonﬂikt.E.Schultz,F.Holzgreve,E.M.Wan-\nke,G.Oremek,B.Schaber,D.Brüggmann,R.Schubert\nundD.Ohlendorfgebenan,dasskeinInteressenkon-\nﬂiktbesteht.\nDieserBeitragbeinhaltetkeinevondenAutoren\ndurchgeführteStudienanMenschenoderTieren.\nOpen Access.DieserArtikelwirdunterderCreative\nCommonsNamensnennung4.0InternationalLizenz\nveröﬀentlicht,welchedieNutzung,Vervielfältigung,\nBearbeitung,VerbreitungundWiedergabeinjegli-\nchemMediumundFormaterlaubt,sofernSieden/die\nursprünglichenAutor(en)unddieQuelleordnungsge-\nmäßnennen,einenLinkzurCreativeCommonsLizenz\nbeifügenundangeben,obÄnderungenvorgenom-\nmenwurden.DieindiesemArtikelenthaltenenBilder\nundsonstigesDrittmaterialunterliegenebenfallsder\ngenanntenCreativeCommonsLizenz,sofernsichaus\nderAbbildungslegendenichtsanderesergibt.Sofern\ndasbetreﬀendeMaterialnichtunterdergenannten\nCreativeCommonsLizenzstehtunddiebetreﬀende\nHandlungnichtnachgesetzlichenVorschriftenerlaubt\nist,istfürdieobenaufgeführtenWeiterverwendun-\ngendesMaterialsdieEinwilligungdesjeweiligen\nRechteinhaberseinzuholen.WeitereDetailszurLizenz\nentnehmenSiebittederLizenzinformationauf http://\ncreativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.\nLiteratur\n1. 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DerVerlagbleibtinHinblick\naufgeograﬁscheZuordnungenundGebietsbezeich-\nnungeninveröﬀentlichtenKartenundInstituts-\nadressenneutral.\nZentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie","source_license":"CC0","license_restricted":false}